Brief verschlampt: Olympia-Aus für Iran

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Aufgrund eines verlorengegangenen Briefes wird die iranische Fußball-Nationalmannschaft nicht an den Olympischen Spielen 2012 in London teilnehmen können.

Teheran - Ein verschlampter Brief kostet die iranische Fußball-Nationalmannschaft nach Angaben der heimischen ISNA die mögliche Teilnahme an den Olympischen Spielen 2012 in London.

Der Iran ging mit einem 1:0-Erfolg gegen den Irak in das Qualifikationsrückspiel am vergangenen Donnerstag. Wenige Stunden vor dem Anpfiff wurden Trainer Ali Mansourian und seine Mannschaft jedoch informiert, dass die vorherige Partie von der Asiatischen Konföderation (AFC) mit 0:3 gewertet wurde. Grund: Der Iran hatte den gesperrten Mittelfeldspieler Kamal Kamyabinia eingesetzt. Dies berichtete ISNA am Freitag in Teheran.

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Kamyabinia war in der Runde zuvor gegen Kirgistan nach einer zweiten Gelben Karte gesperrt worden. Die AFC hatte den Iranischen Fußball-Verband (FFI) bereits im März über die Suspendierung schriftlich informiert. Der Brief ging jedoch ISNA zufolge beim FFI verloren. “Bitte nennen Sie mir das Land, in welchem es der Fußball-Verband vergisst, das Trainerteam über gesperrte Spieler zu informieren“, kritisierte Mansourian.

Seine Mannschaft hätte nach Bekanntwerden der AFC-Mitteilung stundenlang geweint. “Was uns passiert ist, sollte ins Guinness Buch der Rekorde eingetragen werden“, sagte Mansourian. Das Rückspiel verlor sein Team mit 0:2. Irans Fußballer waren letztmals 1976 für Olympische Spiele qualifiziert.

dpa

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