Zweite Liga am Mittwoch

Braunschweig weiter oben - Hertha bleibt dran

+
Der Berliner Sandro Wagner (2.v.l.) köpft den Ball auf Dresdens Tor.

München - Eintracht Braunschweig hat seine Tabellenführung in der 2. Bundesliga verteidigt. Auch Berlin und München feierten Siege.

Die überraschend konstanten Niedersachsen schlugen am Mittwochabend das Schlusslicht MSV Duisburg dank später Treffer noch standesgemäß mit 3:0 (0:0) und verdrängten Energie Cottbus wieder von der Spitze. Die Brandenburger hatten mit drei Punkten schon am Dienstag vorgelegt. In Schlagdistanz bleiben Hertha BSC und der TSV 1860 München. Die Erstliga-Absteiger aus Berlin gewannen gegen Dynamo Dresden mit 1:0 (1:0), die „Löwen“ siegten beim FC Ingolstadt mit 2:0 (1:0). Der Tabellenvorletzte Erzgebirge Aue kam gegen Union Berlin zu einem 1:1 (0:1).

Für Aufsehen sorgte der FC St. Pauli - einen Tag nach seiner dritten Saisonpleite und dem insgesamt schlechtesten Zweitliga-Start seit zehn Jahren: Trainer André Schubert wurde von den Vereinschefs beurlaubt. Die „langanhaltende sportliche Talfahrt“ bewog die Hamburger zu dem Schritt, nachdem St. Pauli durch die 0:1-Heimpleite am Mittwoch gegen Aalen in die Nähe der Abstiegsränge gerutscht war.

Die weiter ungeschlagenen Braunschweiger taten sich daheim gegen Duisburg lange überaus schwer, erst kurz vor Schluss gelangen Marc Pfitzner (80. Spielminute), Pierre Merkel (83.) und Dennis Kruppke (87.) die Treffer. „Die letzte Konsequenz, die Klarheit fehlte heute“, kritisierte Manager Marc Arnold noch zur Halbzeit. Das Team vom Niederrhein um den neuen Coach Kosta Runjaic verteidigte gut und konnte vorne sogar Nadelstiche setzen - das schien in einer mäßigen Partie zunächst für einen Punkt zu reichen.

Hertha BSC war im Berliner Olympiastadion dagegen schnell bei der Sache - und ging schon nach fünf Minuten in Führung. Per Eigentor sorgte Dresdens Roman Bregerie für das 1:0, Sandro Wagner und Änis Ben-Hatira hätten schon vor der Pause für klarere Verhältnisse sorgen können. Aber auch so reichte es zum immerhin schon vierten Saisonsieg für das schwach gestartete Team aus der Hauptstadt.

Im bayerischen Derby zeigte 1860 München dem FC Ingolstadt die Grenzen auf. Am Ende stand gegen den ambitionierten Konkurrenten aus dem Freistaat ein verdienter 2:0-Sieg - und das auswärts. Der frühere Hannoveraner Moritz Stoppelkamp (32.) erzielte den ersten Treffer für die Sechziger, Guillermo Vallori (73.) legte technisch brillant nach - mit einem sehenswerten Heber über Ingolstadts chancenlosen Torwart Ramazan Özcan.

In Aue wird die Situation immer prekärer für Trainer Karsten Baumann, der mit den Erzgebirglern in der Tabelle weiterhin ganz hinten drin steckt. Union-Abwehrmann Fabian Schönheim (83.) sorgte per Eigentor zumindest für einen Punkt, nachdem für die Berliner schon früh Simon Terodde (7.) getroffen hatten.

dpa

Kommentare