Braunschweig vor Herbstmeisterschaft

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Eintracht Braunschweig auf dem Weg zur Herbstmeisterschaft: Der Braunschweiger Domi Kumbela (2.v.l) bejubelt seinen Treffer zum 1:0 gegen den FC St. Pauli mit Dennis Kruppke (l), Ermin Bicackic und Benjamin Kessel (r).

München - Eintracht Braunschweig steht dicht vor der Herbstmeisterschaft in der 2. Bundesliga. Gegen St.Pauli ließen die Niedersachsen nichts anbrennen. Dagegen blamierte sich Energie Cottbus im Aufstiegsrennen.

Das Überraschungsteam von Eintracht Braunschweig greift in der 2. Fußball-Bundesliga nach der Herbstmeisterschaft. Die Niedersachsen machten am Mittwoch mit dem 1:0 (1:0) im Nord-Derby gegen den FC St. Pauli ihren dritten Heimsieg in Serie perfekt und gehen damit als Spitzenreiter ins Hinrunden-Finale am Wochenende. Nur Hertha BSC kann Braunschweig den Herbsttitel noch nehmen, dafür muss aber zunächst am Donnerstag unbedingt ein Sieg im Duell der Bundesliga-Absteiger gegen den 1. FC Köln her.

Dagegen musste Energie Cottbus am 16. Spieltag einen Rückschlag im Aufstiegsrennen hinnehmen. Die Lausitzer, die zuletzt Braunschweig die erste Niederlage zugefügt hatten, unterlagen bei Neuling SV Sandhausen mit 1:3 (1:0). Bitteren Zeiten geht der MSV Duisburg nach dem 1:2 (0:2) gegen Union Berlin entgegen. Den ersten Auswärtssieg holte Erzgebirge Aue mit dem 2:1 (1:1) beim FC Ingolstadt.

Vier Tage nach der ersten Saisonniederlage in Cottbus präsentierte sich Braunschweig alles andere als geschockt. Früh brachte Dominick Kumbela die Hausherren in Front (17. Minute). Wenig später sah Pauli-Profi Fin Bartels wegen einer harten Attacke gegen Benjamin Kessel die Rote Karte (22.). Braunschweig musste nach der Gelb-Roten Karte gegen Kessel (81.) aber noch zittern. „Wir haben die drei Punkte. Wir wollten eine Antwort auf Cottbus geben und das ist der Mannschaft gelungen“, freute sich Coach Torsten Lieberknecht.

Cottbus blamierte sich in Sandhausen auf der ganzen Linie. Uwe Möhrle sorgte für die Führung (34.), doch in Halbzeit zwei kam das dicke Ende. Andrew Wooten (59./66.) und Frank Löning (90.) drehten die Partie. Sandhausen sprang nach dem zweiten Erfolgserlebnis unter Coach Hans-Jürgen Boysen auf den Relegationsrang.

Zu wenig Geld, zu wenig Punkte: Für Duisburg wird die Lage nach der Heimpleite gegen Union Berlin auch sportlich immer bedrohlicher. Erst traf Sören Brandy per Kopfball-Eigentor (20.), dann erhöhte Simon Terodde vor der Pause (35.). Branimir Bajic (89.) konnte nur noch verkürzen, der MSV stürzte auf einen Abstiegsrang.

Seine schwarze Auswärtsserie konnte Aue beenden. Marc Hensel brachte die Gäste in Führung (19.), Jan Hochscheidt (60.) traf nach der Pause. Stefan Leitl konnte für Ingolstadt per Handelfmeter nur den zwischenzeitlichen Ausgleich erzielen (44.). Am Ende durfte sich Aue über den ersten Dreier in der Fremde freuen. „Ich kann nur den Hut vor der Mannschaft ziehen“, sagte Coach Karsten Baumann.

dpa

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