Brasilien, England, Italien

DFB-Elf soll gegen "Großmächte" testen

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Frankfurt - Duelle mit Fußball-Großmächten sollen die deutsche Nationalmannschaft vor dem WM-Jahr 2014 auf den Titelkampf am Zuckerhut einstimmen.

 Manager Oliver Bierhoff stellte für die ersten Monate der Saison 2013/14 Vergleiche mit WM-Gastgeber und -Rekordchampion Brasilien sowie den Ex-Weltmeistern England und Italien in Aussicht. „Im August streben wir ein Spiel gegen Brasilien an, und falls wir uns direkt für die WM 2014 qualifizieren, werden wir im November aller Voraussicht nach Spiele gegen England und Italien bestreiten“, sagte Bierhoff dfb.de.

Der Europameister von 1996 wies auf der Verbands-Homepage außerdem nochmals Kritik an der USA-Reise des DFB-Teams am Ende der laufenden Spielzeit zurück. „Hinterher war es immer so, dass die Spieler mit großer Begeisterung dabei waren, weil sie gemerkt haben, dass sie von der Reise profitieren. Wir können dort als Mannschaft uns noch besser kennenlernen, aneinander und miteinander wachsen und zusammenwachsen. Ich weiß aus meiner Zeit als Spieler, wie wertvoll die Erfahrungen sind, die man auf solchen Reisen sammelt. Was wäre die Alternative gewesen? Wir hätten nur die Möglichkeit gehabt, die offiziellen FIFA-Termine wahrzunehmen und zehn Tage später auf Länderspielreise zu gehen. Die Konsequenz wäre gewesen, dass die Spieler zehn Tage weniger Urlaub gehabt hätten“, erläuterte Bierhoff die Beweggründe von Bundestrainer Joachim Löw für den Trip nach Übersee.

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Nachdrücklich unterstrich Bierhoff den aus seiner Sicht vorhandenen Bedarf an einem zentralen DFB-Leistungszentrum: „Ich bin der festen Überzeugung, dass wir die sportliche Entwicklung aller Mannschaften im DFB durch ein Leistungszentrum auf eine neue Stufe stellen könnten. Davon würden alle profitieren, auch die Landesverbände. Dieser Schritt ist absolut notwendig, um in Zukunft weiterhin konkurrenzfähig zu bleiben.“

Eine solche Einrichtung, sagte der frühere Italien-Legionär mit Blick auf künftige Nachwuchs-Programme weiter, würde für den „Wissenstransfer in die Vereine und an die Basis“ eine „geeignete Plattform sein“. Hinsichtlich der Talentförderung mahnte Bierhoff, „dass uns die aktuelle Situation nicht zu zufrieden macht. Auch in anderen Ländern gibt es große Anstrengungen im Jugendbereich. Viele haben sich an Deutschland orientiert und aufgeholt. Für uns ist es also wichtig, immer wieder neue Wege zu gehen und Entwicklungen zu bestimmen“.

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