Bosnisches Duo wirft Augsburg aus dem Pokal

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Sejad Salihovic (l.) und Vedad Ibisevic feiern den Sieg gegen Augsburg

Augsburg - Der FC Augsburg fliegt gegen 1899 Hoffenheim aus dem Pokal und verpasst den erneuten Sprung unter die besten Acht. Ein bosnisches Duo sorgt für die Entscheidung.

Kunstschütze Sejad Salihovic und Torjäger Vedad Ibisevic haben 1899 Hoffenheim zum dritten Mal in Folge ins Viertelfinale des DFB-Pokals geführt. Dank der Treffer des bosnischen Duos setzte sich der Tabellenneunte der Bundesliga im Erstligaduell 2:1 (1:1) gegen Aufsteiger FC Augsburg durch und sorgte nach einer ernüchternden Hinrunde für einen versöhnlichen Jahresabschluss. Dagegen verpasste Augsburg nach 2009 den erneuten Sprung unter die besten Acht.

Die DFB-Pokal-Sieger seit 1985

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Salihovic brachte Hoffenheim mit einem seiner genial verwandelten Freistöße aus 20 Metern in der 23. Minute 1:0 in Führung. Ibisevic (49.) sorgte kurz nach der Pause nach Vorarbeit von Salihovic aus kurzer Entfernung für das 2:1. Torsten Oehrl (37.) hatte zwischenzeitlich für die Gäste ausgeglichen.

Vor 10.375 Zuschauern in der Rhein-Neckar-Arena von Sinsheim war Hoffenheim die eindeutig spielbestimmende Mannschaft, zeigte wie aber auch zuletzt in der Liga Unsicherheiten in der Defensive. Zudem vergaben Salihovic (8.), Ibisevic (5., 41.), der Brasilianer Roberto Firmino (2., 28.) und Peniel Mlapa (12.) zahlreiche Möglichkeiten.

Starke bei Gegentor unglüklich

Auf der Gegenseite sorgte Augsburg in der ersten Halbzeit öfter für Torgefahr. Zweimal parierte Hoffenheims Torhüter Tom Starke gegen den Augsburger Stürmer Edmond Kapllani (10., 33.). Bei einem gefühlvollen Heber von Marcel De Jong (18.) wäre Starke beinahe böse überrascht worden, doch der Ball strich knapp am Tor vorbei. Beim Gegentor konnte der Hoffenheimer Schlussmann eine Hereingabe von Tobias Werner nur vor die Füße von Oehrl abklatschen.

Bei den Gastgebern bot Trainer Holger Stanislawski die selbe Startelf wie zuletzt in der Liga beim 1:1 gegen Hertha BSC auf. Augsburgs Trainer Jos Luhukay hatte seine Anfangsformation im Vergleich zum 1:1 beim Hamburger SV dagegen auf drei Positionen verändert. Der zuletzt gelb-gesperrte Jan-Ingwer Callsen-Bracker rückte für Andrew Sinkala wieder in die Innenverteidigung. Im Angriff bekam Kapllani den Vorzug vor Sascha Mölders.

Nach dem Seitenwechsel war es einmal mehr eine Co-Produktion von Salihovic und Ibisevic, die zum Erfolg führte. Nach Freistoß von Salihovic von der rechten Seite traf Ibisevic per Direktabnahme.

Im Anschluss dominierten die Gastgeber weiterhin das Geschehen. Vor allem Salihovic sprühte vor Spielfreude und hatte weitere gute Gelegenheiten. Augsburg tat zu wenig, um die Niederlage abzuwenden. Die beste Chance in der zweiten Halbzeit hatte der eingewechselte Akaki Gogia, der in der 74. Minute aber an Starke scheiterte.

dapd

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