Ex-Bundesligisten bleiben Sorgenkinder

Bochum bremst Talfahrt, Cottbus patzt

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Der Bochumer Mounir Chaftar (r.) und der Cottbusser Konstantin Engel kämpfen um den Ball

Bochum - Energie Cottbus hat den Sprung auf den zweiten Platz der Zweiten Liga leichtfertig verpasst, der VfL Bochum dagegen unter Interimstrainer Karsten Neitzel seinen freien Fall gebremst.

Die früheren Erstliga-Klubs bleiben in der 2. Bundesliga die Sorgenkinder. Der VfL Bochum steckt nach seinem achten Punktspiel ohne Sieg in Serie mit 2:2 (0:1) gegen Aufstiegsaspirant Energie Cottbus ebenso in den unteren Tabellenregionen fest wie Dynamo Dresden nach einer 0:2 (0: 1)-Niederlage auf eigenem Platz im Ostduell mit Union Berlin. Absteiger 1. FC Köln verpasste nach dem Einzug ins Pokal-Achtelfinale und zuvor fünf Punktspielen ohne Niederlage durch ein 0:2 (0:1) bei Aufsteiger VfR Aalen den möglichen Sprung in die obere Tabellenhälfte und ein beruhigendes Polster auf die Gefahrenzone.

Maskottchen in Deutschlands Fußball-Stadien

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Bochum verhinderte zum Liga-Einstand von Interimstrainer Karsten Neitzel trotz des verfehlten Befreiungsschlags zumindest den erstmaligen Sturz auf einen Abstiegsplatz. Beim glücklichen Remis der Westfalen nach erfolgreicher Aufholjagd war Torwart Philipp Heerwagen der Pechvogel der Gastgeber.

Zunächst leitete sein Eigentor (5.) scheinbar schon die vierte VfL-Niederlage nacheinander ein. Nach einem Kopfball von Energie-Torjäger Boubacar Sanogo an den Pfosten prallte der Ball von Heerwagens Kopf ins Tor. Vor dem 0:2 lenkte der Keeper einen Schuss von Ivica Banovic an den Pfosten, der Ball sprang ihm vom Aluminium jedoch an den Rücken, und Sanogo musste nur noch einschieben (52.).

Bochum stemmte sich vor 9571 Zuschauern jedoch gegen die Pleite und rettete durch Lukas Sinkewicz (73.) und Zlatko Dedic (89.) wenigstens noch einen Zähler gegen die Lausitzer, die den Sprung auf Platz zwei verpassten.

Dresden kassierte gegen die Eisernen aus Berlin seine dritte Niederlage in Folge und liegt lediglich aufgrund der Tordifferenz nicht auf einem Abstiegsplatz. Union hingegen kehrte vor 29.452 Zuschauern nach dem blamablen Pokal-Aus bei Drittligist Kickers Offenbach (0:2) dank eines Doppelpacks von Abwehrspieler Fabian Schönheim (14. und 54.) in die Erfolgsspur zurück und stellte Anschluss zum Tabellenmittelfeld her.

Für Köln bedeutete die Niederlage in Aalen vor 10.091 Besuchern einen herben Rückschlag. Aalen dagegen konnte seinen jüngsten Negativtrend beenden und und rückte durch die Treffer von Martin Dausch (31.) und Cidimar (77.) auf den siebten Rang vor.

sid

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