Robben schweigt zu seiner Zukunft

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Arjen Robben

München - Zu seiner Zukunft befragt, hat sich Arjen Robben am Donnerstag sehr wortkarg gezeigt. Philipp Lahm, Jupp Heynckes und Karl-Heinz Rummenigge sind jedoch optimistisch.

Bayern Münchens Superstar Arjen Robben lässt seine Zukunft beim deutschen Fußball-Rekordmeister weiter offen. Auf Nachfragen zu seiner geplanten Vertragsverlängerung bei den Bayern ging der 28 Jahre alte Niederländer am Donnerstag bei einem internationalen Medientag im Hinblick auf das Champions-League-Finale am 19. Mai nicht ein. „Ich bin hier, um über das Finale zu sprechen, nicht über dieses Thema“, sagte Robben lapidar.

Auch über ein Szenario wie 2010, als Franck Ribéry seine Vertragsverlängerung nach dem verlorenen Champions-League-Finale vom Rathaus-Balkon verhinderte, müsse man nicht sprechen, betonte Robben. “Wir haben noch nicht gewonnen. Man muss erst mal einen Titel gewinnen.“

 Am Montag hatte er erklärt, dass in letzter Zeit „sehr viele Dinge passiert“ seien. Deshalb müsse man genau überlegen, wenn man eine Entscheidung treffe.

Trainer Jupp Heynckes geht allerdings davon aus, „dass Arjen verlängert“. Mit einem Schmunzeln sagte er: „Ich habe seinen Vertrag schon verlängert.“ Robben sei derzeit „richtig gut drauf und motiviert. Das zeigt mir, dass er zufrieden ist. Die Unterschrift wird später geleistet.“ Zuvor hatte bereits Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge betont, dass kein Star den FC Bayern verlassen werde: „Arjen wird noch lange beim FC Bayern bleiben.“

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Das hofft auch Kapitän Philipp Lahm. „Arjen weiß, was er am FC Bayern hat - und jeder von uns weiß, was wir an Arjen haben. Er ist ein Topspieler, wir wollen, dass er da bleibt“, sagte Lahm in aller Deutlichkeit. Derzeit läuft der Vertrag von Robben bis 2013, eine Ausweitung des Arbeitspapiers bis 2015 soll bereits ausverhandelt sein.

"Es dauert noch", erklärte Robbens Vater und Berater Hans am Mittwoch gegenüber dem Kicker. "Wir müssen noch abwarten."

Laut Jupp Heynckes ist auch der Streit von Robben mit Franck Ribéry beigelegt. „Franck hat sich entschuldigt“, sagte Heynckes, fügte aber kritisch in Richtung des Franzosen an: „Das darf nicht passieren. Man muss seine Emotionen im Zaum halten.“

Beide müssten sich nun „im Sinne der Mannschaft sehr professionell verhalten. Ich denke, dass sie dazu bereit sind. Wir haben noch hohe Ziele, die können wir nur mit beiden in Topform erreichen.“

Auch Robben verdeutlichte, „dass es nicht um uns beide geht, sondern um die Mannschaft und um den FC Bayern, unseren Verein“.

sid/dpa

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