Blatter verspricht den Frauen mehr Geld

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FIFA-Boss Blatter mit WM-OK-Chefin Steffi Jones

Berlin - FIFA-Präsident Joseph Blatter will sich für höhere Prämien bei künftigen Frauen-Fußballweltmeisterschaften einsetzen. Er ist selbst überrascht, dass "nicht mehr drin ist".

Das kündigte der Chef des Weltverbandes einen Tag vor der Eröffnung der Frauen-WM in Deutschland an. Bei dieser WM schüttet die FIFA 7,6 Millionen US-Dollar an Prämien aus, 2007 waren es noch 6,4 Millionen. “Ich bin selbst überrascht, dass nicht mehr drin ist“, sagte Blatter am Samstag in Berlin. “Ich werde es an die Finanzkommission weitergeben.“ Allerdings verwies er darauf, dass die Männer-WM das einzige Turnier sei, “das der FIFA Geld bringt“.

So schön ist der Frauenfußball

So schön ist der Frauenfußball

Das Weltturnier bezeichnete Blatter als “Meilenstein in der Entwicklung des Frauenfußballs“, weil das Turnier in der “Männerphalanx“ Deutschland stattfinde. Der wegen der Korruptionsvorwürfe im Weltverband kritisierte, aber wiedergewählte FIFA-Chef würde mögliche Pfiffe gegen seine Person beim Eröffnungsspiel Deutschland gegen Kanada am Sonntag (18.00 Uhr/ARD und Eurosport) als Affront gegen Bundespräsident Christian Wulff werten, der ebenfalls an der Feier teilnimmt. “Ich bin vieles gewohnt.“

WM-OK-Chefin Steffi Jones appellierte an die Zuschauer im Stadion, sich “als gute Gastgeber“ zu zeigen. “Ich gehe davon aus, dass der FIFA-Präsident nicht ausgepfiffen wird, dafür werde ich alles tun“, sagte sie. Die frühere deutsche Nationalspielerin zeigte sich “aufgeregt, weil es endlich losgeht.“

Bei inzwischen 720 000 verkauften Karten sei die Auslastung von 80 Prozent erreicht, die eigentlich erst zum Ende der WM angestrebt worden sei. “Das ist ein sehr, sehr gutes Zeichen“, sagte Jones. Neben dem mit 73 680 Zuschauern ausverkauften offiziellen Eröffnungsspiel im Berliner Olympiaspiel gebe es auch für die erste Partie zwischen Nigeria und Frankreich in Sinsheim nur noch 200 bis 300 Tickets. “Das zeigt, dass die WM im ganzen Land angekommen ist“, freute sich Jones.

dpa

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