Bilic lästert über Klopp

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Kroaten-Coach Slaven Bilic.

Warschau - Kroatiens Fußball-Nationaltrainer Slaven Bilic verfolgt den Hype um Trainer Jürgen Klopp vom deutschen Meister Borussia Dortmund amüsiert und mit Ironie.

 „Urteile, die sich auf das Verhalten auf der Bank gründen, finde ich lachhaft“, sagte der frühere Bundesliga-Profi des Karlsruher SC der französischen Sporttageszeitung L'Equipe. „Jürgen Klopp in Dortmund zum Beispiel ist ein sehr guter Taktiker, niemand hat je etwas anderes gesagt“, sagte Bilic weiter: „Aber wenn ich auf der Bank sitzen würde mit Stift und Block oder dem Finger vor meinem Mund, würden die Leute auch sagen: Wow, schau mit welcher Intelligenz er das Spiel analysiert. Vor allem, wenn ich noch eine Brille tragen würde. Das Lustige ist, ich habe eine Brille, ich trage sie nur nicht während des Spiels. Aber auch ich analysiere jede Sekunde jedes Spiels. Ich will es nur nicht so nach außen tragen. Ich sitze nicht auf der Bank, um eine Show abzuziehen.

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Zudem bestätigte Bilic, der nach der EM zu Lokomotive Moskau gehen wird, dass er sich schon lange mit dem Gedanken trug, den Posten als Nationaltrainer abzugeben. `2008 wäre es leicht für mich gewesen, zu gehen. Ein großer Verein wollte mich (der Hamburger SV, d. Red.), aber mein Weg war noch nicht zu Ende“, erklärte der 43-Jährige: „Und 2010, nachdem wir die WM-Qualifikation verpasst hatten, konnte ich einfach nicht gehen. Der Verband ist 2006 ein großes Risiko eingegangen, als er mich zum Nationaltrainer gemacht hat. Das habe ich nie vergessen, da hatte ich etwas zurückzuzahlen. Aber es war immer mein Plan, irgendwann eine Vereinsmannschaft zu trainieren.“

sid

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