21 Profis für 16 Millionen Euro

Bewegung im Bundesliga-Transfermarkt

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Nuri Sahin (r.) wechselte auf Leihbasis zu Borussia Dortmund

Düsseldorf - Vor dem Rückrundenstart ist der Transfermarkt in der Bundesliga in Bewegung gekommen, doch einige Clubs haben ihre Personalplanungen noch nicht abgeschlossen: ein Überblick.

Bislang investierten zwölf der 18 Erstligisten rund 16 Millionen Euro in 21 neue Profis. Dabei wurden die Leihgeschäfte nicht eingerechnet. Dem stehen bislang 22 Abgänge für knapp 14 Millionen Euro gegenüber. Die zweite Wechselperiode der Saison läuft noch bis zum 31. Januar. Danach können nur noch Spieler in Länder abgegeben werden, die ein länger geöffnetes Transferfenster haben wie etwa Russland, Rumänien oder Polen. In Norwegen (31. März) und Schweden (2. April) ist der europäische Markt am längsten geöffnet.

Teuerster Transfer war bislang Ivan Perisic, der für 7,5 Millionen Euro von Borussia Dortmund zum VfL Wolfsburg wechselt. Prominenteste Leihspieler sind Nuri Sahin (zu Borussia Dortmund) und Raffael (zum FC Schalke), die jeweils für knapp eine Million Euro Leihgebühr in die Bundesliga zurückkehren. Sechs von 18 Vereinen verpflichteten noch keine neuen Profis. Die meisten Spieler nahmen die SpVgg Greuther Fürth (4) sowie Fortuna Düsseldorf und Hannover 96 (je 3) unter Vertrag.

Viele Clubs wie die internationalen Starter Bayer Leverkusen, Borussia Dortmund und Borussia Mönchengladbach verstärkten sich nur punktuell, Branchenführer Bayern München gar nicht. Beim FC Schalke sind die Personalplanungen wohl noch nicht abgeschlossen. In Raffael (früher Hertha BSC) kehrt ein prominenter Profi in die Bundesliga zurück. Gleiches gilt für Sahin, der bis 30. Juni 2014 wieder für den BVB aktiv ist und für den der Club anschließend eine Kaufoption besitzt.

Der VfL Wolfsburg, der weiterhin einen sehr großen Kader besitzt, hat erst einen Spieler abgegeben und mit Perisic bislang den Top-Einkauf getätigt. Eine böse Überraschung erlebte Hannover 96. Die Niedersachsen wollten eigentlich den polnischen Nationalspieler Pawel Wszolek für 3,5 Millionen Euro verpflichten. Nach Unstimmigkeiten mit dem Spieler trat Hannover von dem Wechsel zurück und will rechtliche Schritte prüfen lassen. „So etwas habe ich in dieser Form noch nicht erlebt“, sagte Manager Jörg Schmadtke.

Weniger Probleme hatte „Großeinkäufer“ Greuther Fürth. Von den vier neuen Profis gilt der für eine Million Euro verpflichtete serbische Stürmer Nikola Djurdjic als Hoffnungsträger - allerdings fällt der Neueinkauf wegen einer Stirnhöhlenvereiterung gleich aus. „Ich dachte auch, wir hätten alles Pech aufgebraucht. Aber auch der Situation stellen wir uns“, sagte Trainer Mike Büskens dem Fachmagazin „kicker“ (Donnerstag).

Auch Aufsteiger Fortuna Düsseldorf hat auf dem Transfermarkt gut zugeschlagen. In Genki Omae, Mathis Bolly und Robert Tesche kommen gleich drei neue Spieler. Wegen der Verletzungsprobleme in der Defensive sind weitere Verpflichtungen nicht ausgeschlossen. „Wir halten die Augen offen“, sagte Manager Wolf Werner.

dpa

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