Fußballverband bestätigt

Die Polen wollen Berti Vogts

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Deutschland, Kuwait, Schottland, Nigeria, Aserbaidschan - und jetzt bald Polen? Berti Vogts ist bei den Rot-Weißen im Gespräch.

Warschau - Momentan ist er noch Trainer von Aserbaidschan. Doch jetzt ist Berti Vogts als möglicher Nachfolger des polnischen Nationaltrainers Franciszek Smuda im Gespräch.

Berti Vogts ist als möglicher Nachfolger des polnischen Nationaltrainers Franciszek Smuda im Gespräch. Dies bestätigte der Präsident des polnischen Fußballverband PZPN, Grzegorz Lato, am Donnerstag dem polnischen Rundfunksender „RMF FM“. Neben dem ehemaligen deutschen Bundestrainer sei der Pole Waldemar Fornalik ein weiterer möglicher Kandidat. Fornalik trainiert derzeit Ruch Chorzow.

„Am 27. Juni tritt der Verbandsvorstand zusammen, dann werden wir beide Kandidaten diskutieren“, sagte Lato. „Dann werden wir sehen, in welche Richtung wir gehen - ob mit einem polnischen oder einem ausländischen Trainer.“ Beiden Kandidaten räume er derzeit die gleichen Chancen ein. Er wolle auch mit den Trainern der polnischen Liga sowie mit Smuda selbst über den künftigen Coach sprechen, sagte Lato. „Ich denke, die Vernunft wird siegen.“

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Ausländische Trainer hatten in der Vergangenheit in Polen häufig einen schweren Stand. Vor allem Sprachprobleme erschwerten die direkte mit den Spielern.

Der Vertrag von Smuda läuft Ende Juli aus. Der Trainer selbst hatte nach dem Ausscheiden der „Weiß-Roten“ in der EM-Vorrunde gesagt, das „Abenteuer mit der Mannschaft“ sei vorbei. Eine knappe Mehrheit von 53 Prozent der Polen hatte in einer Internetumfrage dennoch ihre Hoffnung ausgedrückt, er werde weitermachen. Lato hatte diesen Plänen am Dienstag eine Absage erteilt.

Bundestrainer Joachim Löw wollte sich zu der Personalie Vogts nicht äußern, als er damit auf der Pressekonferenz des deutschen Teams in Danzig konfrontiert wurde. „Das ist Sache der Polen, wie sie mit ihrer Mannschaft umgehen. Wir haben andere Probleme im Moment“, sagte Löw.

dpa

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