Nach Pfiffen

Aserbaidschan sucht „Alternativen“ zu Vogts

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Für Berti Vogts sind die Tage als Fußball-Nationaltrainer von Aserbaidschan nach mehr als fünf Jahren im Amt möglicherweise gezählt.

Baku - Nach der schwachen Leistung der Nationalmannschaft von Aserbaidschan haben Fans den Rücktritt von Trainer Berti Vogts gefordert. Die Verantwortlichen halten deshalb nun Ausschau nach Alternativen.

Für Berti Vogts sind die Tage als Fußball-Nationaltrainer von Aserbaidschan nach mehr als fünf Jahren im Amt möglicherweise gezählt. Der 117. der FIFA-Weltrangliste halte Ausschau nach einem Nachfolger für Vogts, dessen Vertrag in Baku am Jahresende ausläuft, sagte Generalsekretär Elchan Mamedow vom Fußballverband AFFA der Agentur Trend. Ein AFFA-Sprecher bestätigte der Deutschen Presse-Agentur am Montag, dass eine Verlängerung des Vertrags für den 66-Jährigen derzeit kein Thema sei und bestätigte einen Bericht des „Kickers“. Vogts ist seit April 2008 in der früheren Sowjetrepublik am Kaspischen Meer tätig.

Nach den beiden letzten WM-Qualifikationsspielen zu Hause gegen Portugal (0:2) und Luxemburg (1:1) hätten zahlreiche Zuschauer gepfiffen und den Rücktritt von Vogts gefordert, sagte Mamedow. „Ich bin nicht dafür. Berti Vogts sollte seinen Vertrag erfüllen.“ Der Verband suche aber Alternativen. „Die Liste wird dem Exekutivkomitee vorgelegt werden, dann treffen wir eine Wahl.“ Vereinsfunktionäre in dem zentralasiatischen Land werfen Vogts schlechte Kommunikation vor.

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Allerdings hatte es auch schon 2011 in Aserbaidschan geheißen, der Weltmeister von 1974 müsse seinen Hut nehmen. Dann aber verlängerte der Verband den Vertrag. Vogts hatte stets betont, ihm mache das Amt in Baku trotz sportlicher Rückschläge und sonstiger Probleme Spaß.

dpa

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