Berichte: Schweizer Verband beugt sich FIFA

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Für Sion-Präsident Christian Constantin wird die Luft dünn.

Lausanne - Im Dauerstreit um den FC Sion hat sich der Schweizerische Fußballverband einem Bericht des Boulevardblatts „Blick“ zufolge dem Willen der FIFA gebeugt.

Demnach sollen dem Verein 30 Punkte abgezogen werden, nachdem der Pokalsieger nicht spielberechtigte Akteure eingesetzt hatte. Der Weltverband FIFA hatte verlangt, dass die entsprechenden Partien als verloren gewertet werden und mit dem Ausschluss von der internationalen Fußball-Bühne für die Schweiz gedroht, falls der Nationalverband nicht durchgreifen würde. Gefährdet war damit auch das Champions-League-Achtelfinale des FC Bayern München gegen den FC Basel.

Ein Sprecher des Schweizerischen Verbandes wollte den Punkteabzug am Freitagvormittag der Nachrichtenagentur dpa nicht bestätigen. Er verwies auf eine Bekanntgabe um 12.30 Uhr in Bern. In der Tabelle würde Sion nach dem Abzug von 30 Punkten vom dritten auf den letzten Platz rutschen. Dem Verein bliebe noch ein Zähler.

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Erst am Donnerstag hatte der FC Sion bekanntgegeben, gegen die Mitglieder des Exekutivkomitees der FIFA wegen der Forderungen an den Schweizer Verband Strafanzeige gestellt zu haben. „Dieses Verhalten der FIFA stellt eine unannehmbare Erpressung dar, namentlich auch, weil die FIFA, um ihren Standpunkt durchzusetzen, vor allem Dritte einbezieht, die mit ihrem Streit gegen den FC Sion nichts zu tun haben“, hieß es in einer Mitteilung auf der Sion-Homepage.

Die FIFA hatte dem Schweizer Verband ein Ultimatum bis zum 13. Januar gestellt. Neben dem Champions-League-Auftritt des FC Basel wäre auch die Nationalmannschaft von Trainer Ottmar Hitzfeld von einem Ausschluss betroffen gewesen, die am 26. Mai 2012 in Basel gegen die deutsche Nationalelf spielen soll.

dpa

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