Abserviert: Augsburg trennt sich von Thurk

+
Michael Thurk darf vorerst nicht mehr mit dem FCA trainieren

Augsburg - Sieben Stürmer für eine Position - das roch förmlich nach Ärger. Doch dass es so schnell gehen würde, hätte wohl kaum jemand erahnt. Der FCA serviert Michael Thurk ab.

Schon vor dem ersten Bundesliga-Spiel der Vereinsgeschichte am Samstag (15.30 Uhr SGL arena) kracht's beim FC Augsburg im Gebälk.

Der Verein serviert Stürmer-Star Michael Thurk ab - seinen  wahrscheinlich verdientesten Spieler! Am Montag haben ihm Trainer Jos Luhukay und Geschäftsführer Andreas Rettig die Entscheidung mitgeteilt, die mit sofortiger Wirkung gilt. „Es sind in erster Linie sportliche Gründe, die uns zu dieser Entscheidung veranlasst haben, weil nach dem Systemwechsel keine Position mehr für Michael frei ist“, erklärt Luhukay.

Deswegen will sich der Verein nun auch das hohe Gehalt des Routiniers sparen. Thurk hatte vor der Entscheidung beteuert, dass er sich nichts vorzuwerfen habe und kündigte an, um seinen Platz kämpfen zu wollen.

Rettig versucht, die Wogen zu glätten: „Michael hat sich verdient gemacht um den FC Augsburg. Deshalb hoffen wir, dass es zu einer einvernehmlichen und sauberen Trennung kommt. Er ist ab sofort vom Trainings- und Spielbetrieb freigestellt.“ Weitere Stellungnahmen will der Verein zu dieser Entscheidung nicht abgeben.

Beim DFB-Pokalspiel am Samstag gegen Rot-Weiß Oberhausen war Thurk bereits außen vor - kein Platz im Kader! Luhukay erklärte, dass seine Entscheidung "rein sportlich" begründet sei. Im neuen 4-2-3-1 System mit einem Stürmer setzte er auf Sascha Mölders mit Stephan Hain als Alternative auf der Bank.

Daraufhin ließ Thurk in einem Gespräch mit dem Kicker seinem Frust freien Lauf. "Das kann ich nicht im geringsten nachvollziehen - und nicht nur ich", sagte Thurk zum Thema "sportliche Gründe" und führte dabei seine elf Testspieltore aus der Vorbereitungsphase an. Damit war er zusammen mit Tobias Werner der erfolgreichste Torjäger des Aufsteigers.

Dann kritisierte er seinen Coach: "Ich hatte so ein Gefühl und war deswegen nicht völlig überrascht. Ich habe ja gemerkt, wie der Trainer mit mir umgegangen ist."

Jetzt hat Luhukay nur noch sechs Stürmer für eine Position zur Verfügung.

Tobias Kimmel

Kommentare