Steuerhinterziehung

Bericht: Gegen Uli Hoeneß erging Haftbefehl!

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Bayern-Präsident Uli Hoeneß sollte verhaftet werden.

München - Die Steueraffäre um Uli Hoeneß wird immer dramatischer. Einem Medienbericht zufolge erließ die Staatsanwaltschaft Mitte März sogar Haftbefehl gegen den Bayern-Präsidenten.

Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, soll die Staatsanwaltschaft München II am 20. März einen Haftbefehl gegen Uli Hoeneß erlassen haben. Dieser wurde jedoch gegen die Zahlung einer Kaution außer Kraft gesetzt. Dies wurde der dpa aus Justizkreisen bestätigt. Die Summe soll sich auf fünf Millionen Euro beziffern lassen. Zudem soll dem 61-Jährigen auferlegt worden sein, sich zweimal wöchentlich bei Behörden zu melden.

Hoeneß' Anwalt war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen, auch vom FC Bayern gab es keinen Kommentar. Hoeneß bemüht sich derzeit um Schadensbegrenzung. „Ich habe erkannt, dass ich einen schweren Fehler gemacht habe, den ich versuche, mit der Selbstanzeige zumindest halbwegs wiedergutzumachen“, betonte der Unternehmer in der Sport Bild (Mittwoch).

Pikant: Ein Haftbefehl wird nur bei dringendem Tatverdacht ausgesprochen, der sich auf Fakten stützt. Dieser Haftbefehl deutet somit daraufhin, dass sich die Selbstanzeige des langjährigen Managers des Rekordmeisters nicht strafmindernd oder strafbefreiend auswirken wird.

Die Staatsanwaltschaft München II ermittelt gegen den 61 Jahre alten Sportfunktionär und Unternehmer wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung. Hoeneß hatte bestätigt, im Januar 2013 über seinen Steuerberater beim Finanzamt eine Selbstanzeige im Zusammenhang mit einem Konto in der Schweiz eingereicht zu haben.

fw/dpa

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