Löw begrüßt BVB-Stars und kündigt Experiment an

Porto Cervo - Der Titel bleibt das Ziel für Joachim Löw. Der Bundestrainer hat am Mittwoch die BVB-Profis begrüßt und ein Experiment angekündigt.

Hallo Marcel, Servus Ilkay: Löw begrüßt die Meister-Profis

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Joachim Löw rückt trotz der komplizierten Vorbreitung auf die Fußball-Europameisterschaft nicht vom Ziel des Titelgewinns beim Turnier in Polen und der Ukraine ab. “Ich ändere nicht ständig meine Erwartungen“, sagte der Bundestrainer am Mittwoch im Trainingslager der deutschen Nationalmannschaft auf Sardinien.

“Die Vorbreitung wird letztendlich ganz gut hinhauen, mit allen Hürden, die wir haben“, versprach Löw: “Ich bin überzeugt, unsere Mannschaft wird gut präpariert in das Turnier gehen. Wir haben sehr gute Spieler.“ Er müsse sich allerdings davon verabschieden, die ursprünglich geplanten Trainingsinhalte “voll umfänglich durchziehen“ zu können. “Aber es beunruhigt mich nicht“, versicherte Löw.

Nachdem die fünf Spieler von Double-Sieger Borussia Dortmund auf Sardinien eingetroffen sind, kann der Trainerstab nun mit 17 von 27 nominierten Akteuren arbeiten. “Sie zeigen schon wieder Motivation, hier im Training Gas zu geben“, äußerte Löw über das BVB-Quintett. Die Bundesliga- und Pokalleistungen spielen für ihn von sofort an keine Rolle mehr: “Entscheidend ist jetzt, was ein Spieler hier vor Ort zeigt.“

Löw kündigte an, womöglich im zweiten Trainingslager vom 18. bis 30. Mai in Südfrankreich oder auch nach dem Bezug des EM-Quartiers in Polen am 4. Juni weitere Testspiele gegen Juniorenteams zu bestreiten. Fix sind bislang die Länderspiele am 26. Mai in Basel gegen die Schweinz sowie am 31. Mai in Leipzig gegen Israel. Die DFB-Auswahl startet am 9. Juni im ukrainischen Lwiw gegen Portugal in die EM-Endrunde.

Löw will Reus als Mittelstürmer ausprobieren

Löw will Shootingstar Marco Reus als Mittelstürmer ausprobieren und sieht darin eine weitere Alternative für die EM in Polen und der Ukraine (8. Juni bis 1. Juli). „Ich würde ihn gerne ganz, ganz vorne sehen, im Sturm“, sagte Löw auf einer Pressekonferenz am Mittwoch: „Er hat das zwar noch nicht gespielt, aber bei mir ist das eine Überlegung wert. Ich bin sicher, dass er das gut spielen könnte. Wir müssen das mal im Training probieren.“

Löw erklärte dies mit der Spielweise des Mönchengladbachers, der nach der EM zum Meister Borussia Dortmund wechselt: „Wenn es eng wird, ist er in der letzten Linie anspielbar, er ist wendig, beweglich und abschlussstark.“ In Gladbach spielte Reus als hängende Spitze oder auf der offensiven Außenbahn.

Der 22-Jährige hatte sein Debüt verletzungsbedingt mehrfach absagen müssen und bringt es so erst auf vier Länderspiele ohne Tor. „In der Nationalmannschaft ist er noch dabei, sich seine ersten Sporen zu verdienen. Aber in der Bundesliga war er sicher einer der Spieler der Saison“, sagte Löw.

Die Gedankenspiele um Reus erklären sich vielleicht auch dadurch, dass Löw außer Miroslav Klose, Mario Gomez und dem formschwachen Cacau keinen Stürmer ins vorläufige Aufgebot berufen hat. Hoffnungen hatten sich unter anderem Patrick Helmes, Mike Hanke und Stefan Kießling gemacht.

dpa/sid

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