Farbenfrohe Eröffnungsfeier

So sexy und bunt startet die EM

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Die EM 2012 ist eröffnet!

Warschau - Fröhliche, von osteuropäischer Folklore inspirierte Melodien, Tänzerinnen wie Blumenfeen und ein weiß-rotes Farbenmeer: Eine bunte Eröffnungsfeier setzte den Startpunkt der Fußball-EM in Polen und der Ukraine.

Mit einem farbenfrohen Spektakel und einer perfekten Show hat die erste Fußball-EM in Osteuropa begonnen. 50.000 Zuschauer im neuen Warschauer Nationalstadion sahen eine zwölfminütige Zeremonie, die ganz im Zeichen der Gastgeberländer Polen und Ukraine stand. Um exakt 17.49 Uhr endete die Feier unter dem Jubel der Fans, elf Minuten später erfolgte plangemäß der Anstoß zum Eröffnungsspiel zwischen Polen und Griechenland.

Während auf dem Spielfeld die EM-Maskottchen Slavek und Slavko zu Folklore-Klängen tanzten, bildeten die Zuschauer mit bunten Tafeln eine riesige Choreographie. Auf dem Höhepunkt der Feier waren im Oberrang der geschlossenen Arena die überdimensionalen Fahnen der 16 EM-Teilnehmer zu sehen, der Unterrang war den Farben Polens und der Ukraine sowie dem Schriftzug „Respect“ vorbehalten.

Prominente aus Politik und Sport wurden Zeuge der gelungenen Show. Die Gastgebernationen wurden von ihren Staatspräsidenten vertreten: Polen von Bronislaw Komorowski, die Ukraine vom umstrittenen Wiktor Janukowitsch. Neben den Politikern nahm UEFA-Präsident Michel Platini Platz, an den TV-Geräten schauten weltweit etwa 150 Millionen Menschen zu.

Sexy, leidenschaftlich und verrückt: Bilder vom Start der EM in Polen und der Ukraine

Sexy, leidenschaftlich und verrückt: Bilder vom Start der EM in Polen und der Ukraine

800 Freiwillige aus 63 Ländern waren Teil der Show, die eine Brücke zwischen Sport und Kultur schlug. Einen Auftritt hatte auch der ungarische Star-Pianist und ehemalige Nationalspieler Adam György, der den polnischen Komponisten Frederic Chopin mit einer Etüde in A-Moll ehrte. Choreographiert wurde die Feier vom italienischen Produzenten Marco Balich, der bereits für die Eröffnungs- und Schlussfeier der Olympischen Winterspiele 2006 in Turin verantwortlich gewesen war.

Einziger Minuspunkt war das undichte Dach: Bei einem heftigen Platzregen zwei Stunden vor Anpfiff tröpfelte es auf die Köpfe der Zuschauer. Das einfahrbare „Cabrio-Dach“ der etwa 460 Millionen Euro teuren Arena besteht aus glasfaserverstärktem Gewebe mit einer Teflonbeschichtung. Die Konstruktion eines deutschen Herstellers soll eine 18 Zentimeter dicke nasse Schneedecke verkraften.

Schon Stunden vor der Feier hatten Tausende Fans die Zufahrtsstraßen verstopft und für ein Verkehrschaos in Warschau gesorgt. Busse kamen nur im Schritttempo vorwärts, Taxis durften nicht in die Nähe der Arena. Vor dem Nationalstadion suchten zahlreiche Zuschauer mit großen Schildern nach Tickets, während neben ihnen die Anhänger schon eine große Party feierten. Erst der Regen kühlte die Emotionen ab, die meisten Fans suchten Zuflucht unter Bäumen oder in Cafes.

Im Stadioninnern war schnell alles vergessen. Als die polnischen Nationalspieler noch in Anzügen gekleidet gut 100 Minuten vor dem Anpfiff den Innenraum der Arena inspizierten, wurden sie mit Standing Ovations und lauten Sprechchören begrüßt, wenig später schwappte „La Ola“ durch das Rund. Auch die Sonne zeigte sich schließlich noch - pünktlich zum ersten Anstoß der EM.

sid

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