Offensive auf dem Transfermarkt

Bayern wird erneut zum Transfer-Krösus

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Javi Martinez soll Bayer werden

Köln - Bayern München ist doch der Transfer-Krösus: Sollte der Millionen-Wechsel von Javier Martinez über die Bühne gehen, haben die zuletzt titellosen Bayern einmal mehr alle Rivalen in den Schatten gestellt.

Millionen für die Meisterschale: Mit dem nahezu perfekten Königstransfer des Spaniers Javier Martinez hat Bayern München kurz vor dem Start der 50. Bundesliga-Saison doch noch den Titel des Transfer-Krösus geholt. Die geschätzten 30 Millionen Euro für den Abwehrspieler von Athletic Bilbao eingerechnet, hat der Rekordmeister stolze 60,5 Millionen für Neuzugänge ausgegeben und an der Wechselbörse die Nase vorn.

Auf Platz zwei in der Ausgaben-Tabelle folgt Borussia Mönchengladbach (30,3) vor Double-Gewinner Borussia Dortmund (25, 6). Insgesamt 179 Millionen Euro wurden in neue Spieler investiert. Der Rekord aus der Spielzeit 2009/2010 von 216,4 Millionen Euro blieb allerdings unangetastet.

Zwar ist der Martinez-Deal noch nicht ganz in trockenen Tüchern, doch der Wechsel des Europameisters zu den Bayern ist nur noch eine Frage der Zeit. Der Rekordmeister hat damit schon vor dem ersten Anpfiff ein deutliches Zeichen an die Konkurrenz gesendet: Nach zwei titellosen Jahren soll die Schale wieder an die Isar. Tief in die Tasche griffen die Münchner für dieses Ziel auch für Xherdan Shaqiri (12 Mio.), Mario Mandzukic (13 Mio.) und Dante (5 Mio.).

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Doch auch die übrigen Klubs geizten nicht: Insgesamt 310,6 Millionen Euro haben die 18 Vereine bislang bei ihren personellen Planungen für die neue Saison umgesetzt - nicht zuletzt aufgrund der Borussen-Offensive. Allein für Marco Reus überwies der BVB 17,1 Millionen an den Rivalen aus Gladbach. Hinter dem Trio belegt Bayer Leverkusen (20,1) Platz vier vor dem VfL Wolfsburg (19,3 Mio.) vor - Verschiebungen bis zum Ende der Transferperiode am 31. August nicht ausgeschlossen.

Doch bei der Zwischenbilanz fällt auf: Die Klubs wirtschaften mit kühlem Kopf und spitzem Bleistift. Denn den Ausgaben von 179 Millionen Euro stehen Einnahmen von 131,6 Millionen Euro gegenüber. Die Münchner haben attraktive Konkurrenz bekommen. Der BVB angelte sich bereits Reus und konnte außerdem vielumworbene Leistungsträger langfristig binden. Zudem können die Westfalen auf eine nahezu ausgeglichene Transferbilanz verweisen.

Allein 16 Millionen kassierte der BVB für Shinji Kagawa (Manchester United) und 8,5 Millionen für den nach China abgewanderten Lucas Barrios. Gladbach feiert derweil mit der Verpflichtung des niederländischen Nationalspielers Luuk de Jong (12 Mio.) den Rekordtransfer seiner Vereinsgeschichte. Auch der Torjäer stand bei einigen europäischen Spitzenklubs auf der Wunschliste.

Einer der wenigen Klubs, die bisher mehr kassiert als ausgegeben haben, ist Werder Bremen. 20,8 Millionen Euro verbuchte Sportdirektor Klaus Allofs nicht zuletzt durch den Abgang von Marko Marin (9,8 Millionen zum FC Chelsea). Ein Teil des Geldes wurde in Eljero Elia (5,5 Mio.) und Sokratis (5,0) reinvestiert.

Die bisherigen Sparfüchse der Liga sind Mainz (Ausgaben: 1,3 Mio. ) sowie die Aufsteiger Fortuna Düsseldorf (1,95 Mio.) und SpVgg Greuther Fürth (2,3 Mio.). Dennoch verzeichnet die Fortuna angesichts ihres proklamierten Umbruchs die bisher größte Fluktuation: 18 Spieler kamen, 11 Spieler gingen - bisher.

Noch ist die Börse nicht geschlossen; Transferschluss ist der 31. August. Zumindest an Bayern München als Nummer eins dürfte es aber nichts mehr zu rütteln geben.

sid

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