FC Bayern will immer noch mit Robben verlängern

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Arjen Robben nach seiner Einwechslung

München - Arjen Robben stand gegen den 1. FC Kaiserslautern wieder nicht in der Startelf. Nach Abpfiff verließ er wortlos das Stadion. Doch der FC Bayern will mit ihm weiter verlängern.

Die Bayern siegen, die (Luxus-)Probleme bleiben: Auch nach dem lockeren 2:0 (2:0) des deutschen Rekordmeisters gegen einen überforderten 1. FC Kaiserslautern stand die Debatte um Superstar Arjen Robben im Mittelpunkt. Der Niederländer fehlte wie schon beim Pokalsieg in Stuttgart in der Startformation der Münchner.

Obwohl Robben gegen den FCK in der 56. Minute wenigstens eingewechselt wurde und mit einer engagierten Leistung im Zweikampf mit Thomas Müller auf sich aufmerksam machen konnte, verließ er fast fluchtartig und mit ausdrucksloser Miene die Arena. Ein Wort zu seiner unbefriedigenden Situation kam dem 28-Jährigen dabei nicht über die Lippen.

Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge erklärte, dass der FC Bayern „entspannt, sehr sachlich und nicht emotional“ mit der Geschichte umgehe, „und das macht auch der Spieler sehr gut. Er ist sehr professionell“.

Rummenigge stellte dem Niederländer deshalb einmal mehr eine Verlängerung des 2013 auslaufenden Vertrags in Aussicht. „Wir sind von seiner Qualität überzeugt. Der Verein möchte gerne mit ihm verlängern. Daran hat sich nichts geändert.“

Zumal die Bayern erfreut zur Kenntnis nahmen, dass Robben bei seinem Kurzeinsatz nicht die beleidigte Diva gab, sondern viel Schwung brachte. „Er hat sofort gewirbelt. Mit ein bisschen Glück hätte er das ein oder andere Tor erzielen können. Das hätte ich ihm gewünscht“, meinte Rummenigge.

Auch Jupp Heynckes lobte nach seinem 100. Sieg als Bayern-Coach das Engagement des Mittelfeldspielers, der am Schluss sogar noch die meisten Torschüsse (5) und Vorlagen (3) aller Bayern-Stars aufzuweisen hatte. „Er war hochmotiviert. Das war sehr positiv“, sagte Heynckes und ergänzte: „Wir brauchen in den nächsten Wochen jeden sehr guten Spieler. Wenn Arjen in Topform ist, ist er ein Weltklassespieler.“

Vor der Partie hatte Heynckes betont, dass die Situation für Robben „bitter und nicht ganz einfach“ sei. Dies interessierte Kapitän Philipp Lahm jedoch nur am Rande: „Wer bei uns in der Anfangself steht, ist relativ egal. Wir haben eine gute Mannschaft, da sitzen manche eben auf der Bank.“

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Dieses harte Los droht Robben auch weiterhin, da sein direkter Konkurrent Müller seinen Formanstieg bestätigen konnte. In der 30. Minute sorgte der Nationalspieler, der wegen einer Oberschenkelprellung Robben Platz machte, mit seinem ersten Tor seit knapp fünf Monaten für das 2:0 der Bayern. In der 6. Minute hatte Torjäger Mario Gomez mit seinem 18. Saisontor für einen Blitzstart der Münchner gesorgt.

Durch das ungefährdete 2:0 gegen die abstiegsgefährdeten „Roten Teufel“ liegen die Bayern weiter zwei Punkte hinter Dortmund, weshalb Rummenigge forderte: „Für den Fall, dass Dortmund einmal ein nicht ganz so gutes Spiel macht, müssen wir parat stehen.“

Immerhin stellte der Bayern-Boss fest, „dass die Mannschaft wieder ganz gut in Tritt ist. Sie ist wieder in eine stabilere Phase eingetreten.“ Auch Heynckes attestierte nach dem Halbfinaleinzug im Pokal in Stuttgart (2:0), „dass wir den Aufwärtstrend überzeugend bestätigt haben“. Mit seiner Defensive sei er wieder „sehr zufrieden“ gewesen: „Wir haben nichts zugelassen, das ist wichtig. Denn mit einer guten Abwehr gewinnt man Titel.“ Dass der harmlose Gegner kaum Bundesliga-Format hatte, störte Heynckes dabei nicht weiter.

Für den laut Trainer Marco Kurz „chancenlosen“ FCK wird die Lage nach nun elf Spielen ohne Sieg indes immer bedrohlicher. Entsprechend nahm Torwart Kevin Trapp, einziger FCK-Profi, der den Ansprüchen gerecht wurde, seine Kollegen vor dem kommenden Spiel gegen Gladbach in die Pflicht: „Zum Abstiegskampf gehört viel Kampf und Wille. Das müssen wir wieder auf den Platz bringen.“

sid

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