3:0 gegen Chinesen

Bayern spazieren ins Club-WM-Finale

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Die Bayern-Stars hatten in Agadir keine Mühe.

Agadir  - Der FC Bayern  ist nach einem locker-leichten Halbfinal-Erfolg bei der Club-WM  nur noch einen Sieg von der offiziellen Krönung zur besten Vereinsmannschaft der Welt entfernt.

Das haushoch überlegene Münchner Starensemble musste am Dienstagabend in Agadir beim 3:0 (2:0) gegen den chinesischen Serien-Meister Guangzhou Evergrande nicht einmal alles zeigen und bewahrte die Asiaten bei vier Aluminiumtreffern vor einer noch höheren Niederlage. Franck Ribéry (40.) und Mario Mandzukic (44.) schossen eine beruhigende Pausenführung für den Champions-League-Sieger heraus. Gegen das mehr und mehr nachlassende Team von Marcello Lippi erhöhte Mario Götze (47.) unmittelbar nach dem Seitenwechsel für den Triple-Sieger.

Im Finale und letzten Spiel der Bayern im historischen Erfolgsjahr 2013 treffen die Münchner am Samstag entweder auf Raja Casablanca oder Atletico Mineiro mit Ex-Weltfußballer Ronaldinho. Neben dem fünften Titel in diesem Jahr insgesamt, und dem zweiten für Coach Josep Guardiola (Supercup) winken den Bayern auch noch 3,65 Millionen Euro Siegerprämie kurz vor dem Weihnachtsfest.

Auf dem vorletzten Schritt zum nächsten Zahltag war vor rund 28 000 Zuschauern im Stade Adrar aber erstmal Geduld gefragt. Die Bayern übernahmen erwartungsgemäß das Kommando und Guangzhou igelte sich ein. Sieben, acht Feldspieler drängelten sich im und um den eigenen Strafraum, um die Bayern an ihrem Kombinationsspiel in die Spitze zu stören. Vorne sollte es für den Asien-Meister, der mit 36 Toren auf dem Weg zum Kontinental-Triumph der mit Abstand torgefährlichste Verein war, die südamerikanische Fraktion mit den Brasilianern Elkeson und Muriqui sowie dem Argentinier Dario Conca richten.

Doch soweit kam der chinesische Meister der vergangenen drei Spielzeiten gar nicht. Die ganz in weiß gekleideten Bayern ließen sich von der chinesischen Abwehrmauer nicht beirren, selbst wenn es einiger Versuche gegen die emsigen Lippi-Schützlinge bedurfte. Am knappsten scheiterten zunächst Thiago (16.) und Toni Kroos (25.), die nacheinander Pfosten und Latte trafen. Dass beim Kroos-Kracher der Ball auch nicht hinter die Linie sprang, bewiesen die Bilder der eingesetzten Torlinien-Technologie. Sie kam ebenso zum Einsatz wie ein weißes Spray, um den Abstand der Mauer bei einem Freistoß zu markieren.

Ob ruhender Ball oder aus dem flüssigen Spiel der Münchner heraus - es dauerte bis fünf Minuten vor der Halbzeit, ehe die Bayern das Bollwerk durchbrachen. Deutschland-Schreck Lippi, der bei der WM 2006 mit Italien die DFB-Elf im Halbfinale aus dem Turnier geworfen und anschließend Italien zum Titel geführt hatte, musste mitansehen, wie seine eifrigen Spieler den einschussbereiten Thiago noch aufhalten konnten, bei Ribérys Schuss aus halblinker Position und rund sieben Metern landete der Ball aber im Netz. Die Bayern, denen die 54 Pflichtspiele im Wunderjahr 2013 kaum anzumerken waren, legten wenig später nach. Wieder mit Vorbereiter Thiago, diesmal mit einer Flanke von rechts, traf Mandzukic per sehenswertem Flugkopfball.

So konnte es weitergehen. Allerdings musste Lahm, der wieder auf der Sechs vor der Abwehr agierte, kurz nach dem Seitenwechsel erstmal vorm eigenen Tor gegen Muriqui eingreifen und die erste Torchance von Guangzhou verhindern. Im direkten Gegenzug zirkelte Götze den Ball wunderbar ins Tor zum dritten Bayern-Treffer. Pech hatte Ribéry, als er vor seiner Auswechslung unter dem Applaus der Zuschauer in Marokko nur das Torgebälk traf (66.). Am Ende spielten die Münchner den Sieg entspannt über die Zeit. In der 87. Minute wäre Götze dennoch fast sein zweiter Treffer gelungen. Nur mit den Fingerspitzen konnte Keeper Cheng Zeng den Ball an die Latte lenken.

dpa

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