Verlängert der Coach beim FC Bayern?

Sammer: Heynckes bis 2014 - warum nicht?

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Matthias Sammer hat Spaß an seiner neuen Aufgabe beim FC Bayern.

München - Die Meldungen um den Transfer von Javi Martinez bestimmen die Nachrichtenlage rund um den FC Bayern. Doch auch eine Aussage von Sportdirektor Sammer zu Trainer Heynckes sorgt für

Jupp Heynckes steht eigentlich vor dem Ende seiner Trainerkarriere. Im kommenden Sommer läuft sein Vertrag beim FC Bayern aus. Doch Sportdirektor Matthias Sammer kann sich sogar eine noch längere Zusammenarbeit mit dem 67-Jährigen vorstellen. „Warum denn nicht? Fakt ist, dass der Vertrag bis 2013 läuft. Aber ich habe noch nie gehört, dass ein Vertrag nicht erweitert werden kann“, sagte Sammer. Deshalb mache er sich derzeit auch „gar keine Gedanken“ über einen Nachfolger. Zuletzt war schon einmal spekuliert worden, dass Barcelonas Erfolgscoach Pep Guardiola Heynckes beerben könnte.

Heynckes wollte sich bisher auch noch nicht zu seiner Zukunft äußern. „Ich habe ihm gesagt, dass ich bei seiner Vita, bei seiner Erfahrung, bei seiner Persönlichkeit, auch nichts mehr von einer zeitlichen Grenze hören möchte. Da blockieren wir uns nur“, betonte Sammer, der die Zusammenarbeit einmal mehr als „absolutes Vertrauensverhältnis“ lobte. Der 44-Jährige weiß aber auch, dass es „manchmal ein schmaler Grat“ ist, dass der Trainer seine Arbeit nicht als Einmischung versteht: „Deshalb versuche ich auch eindeutig zu signalisieren, dass für die Belange der Mannschaft alleine der Trainer zuständig ist. Aber die Konstellation muss sich natürlich auch bewähren, wenn es mal schwierig und kritisch wird.“

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Allzu kritisch soll es beim FC Bayern nach zwei titellosen Jahren jedoch nicht werden. Die Ziele müsse er deshalb „gar nicht benennen. Es muss jeder spüren, was wir wollen. Wir kennen unseren Auftrag und die Sehnsüchte unserer Fans. Wir sollten ihnen vermitteln, dass wir in aller Konsequenz daran arbeiten“, sagte Sammer. Dafür brauche man „klare Strukturen und Hierarchien. Ohne ist Erfolg nicht möglich. Die Mannschaften, die Welt- und Europameister wurden, hatten immer klare Führungsstrukturen. Aber wir haben doch lange Zeit gar nicht mehr zugelassen, dass ein Spieler anders war. Wie lange haben wir denn auf die Müllers, Badstubers, Götzes oder Özils gewartet? Das sind die Freigeister, die Kreativen, die den Unterschied in einer Mannschaft ausmachen können.“

Die Führungsspieler Philipp Lahm, Bastian Schweinsteiger und Manuel Neuer nahm Sammer besonders in die Pflicht: „Der Geist des FC Bayern muss auch auf sie wirken. Sie müssen lernen, ein Bündnis für diesen Verein einzugehen. Sie müssen sich respektieren, sie müssen sich akzeptieren im Interesse des Vereins. Sie haben ein wichtige Aufgabe, die Mannschaft als verlängerter Arm des Trainers auf und neben dem Platz zu führen, sogar mit zu erziehen.“

sid

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