FC Bayern nach 7:0-Gala gegen Basel im Viertelfinale

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Ein ganz wichtiges Tor, aber doch nur eines unter vielen: Thomas Müller (Mitte) feiert seinen Treffer zum 2:0.

München - Der Bayern-Traum vom Heimfinale lebt - und wie! Angeführt von Vierfach-Torschütze Mario Gomez haben die Münchner den FC Basel mit 7:0 (3:0) aus der Champions League katapultiert.

Nun stehen die Bayern nach ihrem höchsten Sieg in der Königsklasse zum elften Mal im Viertelfinale. Arjen Robben (10./81. Minute), Thomas Müller (42.) und Gomez mit seinen Saisontreffern sieben bis zehn in der europäischen Meisterklasse (44./50./61./66.) sorgten am Dienstagabend nach der 0:1-Hinspielpleite für klare Verhältnisse und Festtagsstimmung in der mit 66 000 Zuschauern ausverkauften Allianz Arena.

Bei der Auslosung des Viertelfinalgegners sowie der möglichen Halbfinalpaarung an diesem Freitag werden die Bayern Gewissheit über die Schwere ihres weiteren Weges ins Heimfinale am 19. Mai erhalten. Weitere Millionen-Einnahmen sind dem deutschen Branchenführer schon gewiss: Inklusive der 3,3 Millionen für den Viertelfinaleinzug haben die Münchner in dieser Saison schon 19,2 Millionen Euro allein an Prämien verdient.

Mit der Mannschaft vom 7:1 gegen Hoffenheim startete der FC Bayern in die Partie - und legte genauso entschlossen los wie am Samstag. Ohne den zunächst noch geschonten Bastian Schweinsteiger brannten die Münchner ein Offensivfeuerwerk ab, dass den zuvor in 17 Spielen ungeschlagenen Schweizern kaum Zeit zum Luftholen blieb. Sieben zum Teil wunderschön herausgespielte Tore waren Ausdruck der klaren Überlegenheit. Mit ihrer Gala lieferten die Münchner zugleich den Nachweis, dass sie ihr Zwischentief wohl endgültig überwunden haben.

Eine überragende Rolle in der Offensive spielte Gomez, der als erster deutscher Vierfach-Schütze in die Champions-League-Historie eingeht. Mit insgesamt zehn Toren ist der Bayern-Torjäger dem in der Saison-Rangliste führenden Lionel Messi (12) vom FC Barcelona dicht auf den Fersen. Neben Gomez trumpfte auch Robben auf, der seine beste Saisonleistung bot. Das erste Tor in der Königsklasse seit April 2010 war verdienter Lohn für den spielfreudigen Niederländer. Im zweiten Durchgang schwang sich Franck Ribéry mit seinen Anspielen auf Gomez zum überragenden Vorbereiter auf.

Mit einem Sturmlauf eröffneten die Bayern die Partie, gegen Robben fanden die Schweizer überhaupt kein Rezept. Der Niederländer wirbelte nach Belieben und erzielte nicht von ungefähr das Führungstor - wenn auch etwas Glück dabei war. Ein abgeblockter Schuss von Kroos landete genau auf dem Fuß von Robben, der aus kurzer Distanz die Nerven behielt und Yann Sommer im Tor der Basler überlistete. Wenig später war Robben Ausgangspunkt der nächsten Münchner Chance, bei der Ribéry den Ball mustergültig für Gomez auflegte, doch der Torjäger scheiterte mit der Hacke an Sommer (12.).

Luxus pur: Das Trainingszentrum des FC Bayern

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In der Folgezeit hielt allein der bereits im Hinspiel überragende Schlussmann die überforderten Eidgenossen im Spiel. In der 22. Minute fischte der 23 Jahre alte Sommer einen Kopfball von Müller von der Linie. Während die Bayern nach Herzenslust kombinieren konnten, war von der Offensive des Schweizer Meisters so gut wie nichts zu sehen. Die ehemaligen Bundesliga-Profis Marco Streller und Alexander Frei konnten sich so gut wie gar nicht in Szene setzen, auch der künftige Münchner Xherdan Shaqiri trat in der Offensive kaum in Erscheinung.

Wie man seine Chancen eiskalt verwertet zeigte die Heynckes-Elf mit dem 2:0 durch Müller, der Robbens Flanke per Volleyschuss zu seinem ersten Champions League-Treffer der Saison im kurzen Toreck versenkte. Keine 120 Sekunden später war die Partie mit dem dritten Treffer durch Gomez endgültig entschieden. Die weite Freistoß-Flanke von Kroos hatte Holger Badstuber an seinem 23. Geburtstag mit dem Kopf zum Torschützen verlängert.

Doch der Torhunger der Bayern war damit noch nicht gestellt. Fünf Minuten nach Wiederbeginn bediente Ribéry in der Mitte Gomez, der Sommer per Direktabnahme keine Chance ließ. Danach war Gomez überhaupt nicht mehr zu stoppen. Während die völlig einbrechenden Schweizer kaum noch Gegenwehr leisteten, traf der Nationalstürmer nach Belieben. Beim 5:0 war Ribéry der Flankengeber, und auch zum sechsten Tor leistete der Franzose die Vorarbeit.

dpa

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