Bayern torlos gegen Mainz 05

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Diego Contento (l) im Duell mit Adam Szalai von Mainz 05.

München - Das Warmschießen für Real Madrid fiel aus: Mit einer tristen Vorstellung hat der FC Bayern selbst die letzten Zweifel an der deutschen Meisterschaft für Borussia Dortmund ausgeräumt.

Wenige Stunden nachdem die Borussia durch ein 2:1 beim FC Schalke 04 zum Titeljubel angesetzt hatte, konnte sich der Fußball-Rekordmeister am Samstag nicht zu einem Sieg gegen den FSV Mainz 05 aufraffen. Die Rheinhessen besiegelten mit dem 0:0 edgültig den Klassenverbleib.

Auch wenn die Bayern nicht die Bestformation ins Rennen geschickt hatten: Der letzte Auftritt vor dem Champions-League-Halbfinale am Dienstag dürfte den Königlichen sicher keine Angst machen.

Drei Tage nach dem 0:1 in Dortmund gab es von Bayern-Seite schon vor dem Anpfiff ein paar nette Worte an den designierten deutschen Meister. "Sie werden auch verdient deutscher Meister, weil sie eine konstante Saison gespielt haben", sagte Trainer Jupp Heynckes nach dem neuerlichen Erfolg der Borussia am Samstag.

Die Motivationshilfe eines Gelsenkirchener Derbysieges war ausgeblieben - und das sah man dem Auftritt der Münchner im 800. Bundesliga-Heimspiel auch an. Gleich fünf Stammkräfte blieben zudem draußen. Franck Ribéry, Mario Gomez, Toni Kroos, Philipp Lahm und Luiz Gustavo bildeten zusammen mit Jörg Butt und Danijel Pranjic mit gut und gerne 150 Millionen Euro Marktwert die vielleicht teuerste Bank der Bayern-Geschichte.

Dagegen durfte Kapitäns-Ersatz Bastian Schweinsteiger versuchen, sich für einen Madrid-Einsatz in Form spielen. Ihm war im erst zweiten Spiel nach Verletzungspause von Beginn an der fehlende Rhythmus deutlich anzumerken. Zwischendurch fasste sich der in dieser Saison von mehreren Verletzungen gebremste Mittelfeldchef auch an das Knie, blieb aber auf dem Feld.

Vor 69 000 Zuschauern in der ausverkauften Allianz Arena gab es kaum zwingende Torchancen zu bestaunen. Bei Mainz verfehlten Andreas Ivanschitz (7. Minute) und Adam Szalai (36.) mit Distanzschüssen das Ziel. Bei den Bayern hatte Anatoli Timoschtschuk mit einem Pfostentreffer aus 20 Metern Pech. Nach einem langen Ball von Jerome Boateng sah Schiedsrichter Markus Schmidt den enteilten Robben im Abseits; nichts war's mit einer Großchance für den auch diesmal glücklosen Niederländer.

Die dickste Möglichkeit besaß dann Ivica Olic kurz vor der Pause (44.). Nach Vorarbeit von Schweinsteiger und Thomas Müller hatte der Mainzer Keeper Heinz Müller aber keine Mühe mit dem Lupf-Versuch des Gomez-Ersatzes. Zum sichtbaren Ärger von Heynckes an der Seitenlinie.

Für den leicht angeschlagenen David Alaba kam zur zweiten Hälfte Franck Ribéry. Mehr und mehr erhöhten die Bayern, auch mit der Hereinnahme von Gomez für Olic (61.), dann den Druck auf das Mainzer Tor. In der 64. Minute verfehlte der Torschützenkönig das Ziel nach Vorarbeit von Müller und Robben. Und auch in der Schlussphase gab es keinen Grund mehr zum Münchner Jubel.

dpa

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