Für die Bayern gilt: Abhaken, ab zur Nationalmannschaft!

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Gomez gibt die Richtung vor: hier lang, ab zur Nationalmannschaft!

Basel - Für die gebeutelten Bayernspieler im DFB-Kader fängt am Samstag endlich die EM an – was davor war, ist ab sofort abgehakt! Bundestrainer Jogi Löw will keine Trübsal-Bläser in seinen Reihen haben.

Wenn Jogis Vorbereitungs-Franzosen am Samstagabend auf neutralem Basel-Boden gegen die Schweiz antreten, wird ein Drittel seines endgültigen Kaders erst einmal im schönen Hotel an der Cote d’Azur einchecken. Philipp Lahm, Bastian Schweinsteiger, Jerome Boateng, Holger Badstuber, Toni Kroos, Mario Gomez, Thomas Müller und Manuel Neuer trudeln während des Spiels im französischen Tourettes ein und beenden damit endgültig die Alptraumzeit nach dem Champions-League-Drama. Für die Roten fängt endlich die EM an – was davor war, ist ab sofort abgehakt! Jogi Löw will keine Trübsal-Bläser in seinen Reihen haben.

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„Ich halte es für an der Zeit, dass nun bei uns und auch bei den Bayernspielern völlige Normalität einkehrt“, sagte der Coach gestern. Das Münchner Drama ist für ihn erledigt, für die Spieler auch, wie er glaubt. „Am ersten, zweiten Tag nach dem Spiel, als ich mit dem ein oder anderen von ihnen gesprochen hatte, war die unmittelbare Enttäuschung zu spüren. Danach hatte ich noch mit einigen Spielern gesprochen und spürte unheimliche Vorfreude auf die Nationalmannschaft. Irgendwie haben alle von neuen Zielen, von neuer Motivation gesprochen“, erklärte der Coach. Und aus der Sicht der übrigen Nationalspieler: „Unsere Truppe, die gesamte Mannschaft freut sich auf die Bayern! Und ich habe von denen gehört, dass sie sich darauf freuen zur Nationalmannschaft zu kommen, raus aus München zu kommen!“

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Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit geht es ab Montag so richtig los für Müller & Co. Sie sollen aufholen, was die Dortmunder, Schalker oder Madrider schon einstudiert haben – und damit meint Löw vor allem die Übungen zur Spielphilosophie. Im körperlichen Bereich sieht er keinen großen Nachholbedarf. Außer bei Bastian Schweinsteiger. „Mit ihm muss ich mal sprechen, er war ja längere Zeit verletzt und hat nicht immer gespielt“, so Löw.

Vom Kopf her soll der Mittelfeldmotor aber fit sein, auch sein Ansehen hat durch das Elfmeterversagen gegen Chelsea nicht gelitten. „Sein Standing in unserer Mannschaft wird ja jetzt kein anderes sein wie vor einem halben Jahr oder so, nur weil er einen Elfmeter verschossen hat“, versicherte Jogi. „Er ist eine absolute Führungspersönlichkeit. Ich denke, dass er psychisch keine Probleme hat!“

mic

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