FC-Bayern-Dilemma

Heynckes: "Nix BVB, sondern Freiburg"

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Der FC Bayern muss sich vor dem Knaller gegen Dortmund auf den SC Freiburg konzentrieren

München - Der FC Bayern spielt am Mittwoch in Freiburg. Doch schon jetzt hat der Rekordmeister das Schlagerspiel am Samstag gegen Dortmund im Kopf - sehr zum Leidwesen von Jupp Heynckes.

Als Jupp Heynckes nach Borussia Dortmund gefragt wird, unterbricht er die Frage sofort. „Nein! Nix Borussia Dortmund, sondern SC Freiburg. Das ist unser Highlight und sonst keines“, sagte der Trainer von Bayern München vor dem Bundesligaspiel im Breisgau am Mittwoch (20.00 Uhr/Sky und Liga total!) mit Nachdruck.

Der 67-Jährige steckt in einem Dilemma: Schon jetzt dreht sich beim deutschen Fußball-Rekordmeister fast alles um den brisanten Schlager am Samstag gegen den Doublegewinner aus Dortmund, auch wenn Heynckes am Dienstag mit aller Macht bemüht war, den Fokus „nur auf Freiburg“ zu legen: „Wir wollen weiter im Fluss bleiben und das Spiel gewinnen. Darauf konzentrieren wir uns.“ Auch eine Rotation, um für das Dortmund-Spiel Kräfte zu schonen, schloss er aus.

Doch Nationalspieler Thomas Müller räumte bereits offen ein, dass man „nicht um das Dortmund-Spiel herumkommt“. Auch Präsident Uli Hoeneß hat das große Duell um die nationale Vormachtstellung gegen den BVB längst im Kopf. Der FC Bayern stehe vor einer „sehr entscheidenden Woche“ und vor einem „ganz wichtigen Spiel“ gegen Dortmund, sagte Hoeneß dem kicker. Man wolle zwar erst einmal in Freiburg gewinnen, aber dann „freuen wir uns auf das Spiel der Giganten“.

Für Heynckes wird es die wichtigste und wohl auch schwierigste Aufgabe sein, das Spiel gegen Dortmund irgendwie aus den Köpfen seiner Stars herauszubekommen - auch wenn Kapitän Philipp Lahm im Bild-Interview behauptete, dass dies „zum Glück gar nicht schwierig“ sei, „weil wir gewarnt sind durch die letzten Jahre. Wir haben uns in Freiburg immer so schwer getan“.

Doch auch Lahm kommt nicht am BVB vorbei: „Wir müssen in Freiburg gewinnen, um dann voller Zuversicht und mit mindestens neun Punkten Vorsprung in den Knaller gegen Dortmund zu gehen.“ Für Torwart Manuel Neuer ist es „das A und O, in Freiburg drei Punkte mitzunehmen. Mit einem guten Ergebnis wird es sich am Samstag auch leichter spielen lassen. Es ist an der Zeit, gegen Dortmund zu gewinnen. Die Borussia ist unser größter Konkurrent.“

Selbst Rekordmann Javi Martinez kann sich nicht von Dortmund freimachen. „Ich habe das Duell schon in Spanien verfolgt, das ist so ein bisschen wie der Clasico. Es gab zuletzt gegen Dortmund ein bisschen Probleme, das müssen wir ändern“, sagte der 24-Jährige, um dann aber wenigstens pflichtbewusst anzufügen: „Aber erst denken wir an Freiburg, dann an Dortmund.“

Geht es nach Heynckes, ist dies auch dringend nötig, um keine unliebsame Überraschung zu erleben. „Es ist angebracht, sich mit Freiburg zu beschäftigen. Die sind kämpferisch und läuferisch unheimlich stark, sie spielen sehr gut nach vorne. Wir müssen eine sehr gute Einstellung zeigen“, mahnte der Bayern-Coach, der in diesem Zusammenhang seinen Freiburger Kollegen Christian Streich über die Maßen lobte: „Der beste Mann in Freiburg sitzt auf der Bank. Er hat nicht nur an der Baiss gearbeitet, er hat den Umschwung bewirkt in Freiburg. Das wird ein schwieriges Spiel für uns.“

Große Rücksicht werde er deshalb auch personell nicht nehmen. Selbst der mit vier Gelben Karten vorbelastete Bastian Schweinsteiger wird spielen. „Wir wollen unseren Vorsprung behalten und mit der Mannschaft auflaufen, mit der wir am ehesten die Garantie haben zu gewinnen“, unterstrich Heynckes, der nach wie vor auf Superstar Arjen Robben (Faserriss) verzichten muss.

sid

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