Bayerns CL-Gegner Real Madrid stolpert

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Auch Cristiano Ronaldo konnte Real Madrid nicht in Führung bringen.

Madrid - Bayerns Gegner im Halbfinale der Champions League Real Madrid ist im Kampf um die spanische Fußball- Meisterschaft gegen den FC Valencia ins Stolpern geraten.

Mesut Özil sah nicht allzu glücklich aus. Regungslos kauerte Real Madrids Spielmacher nach seiner Auswechslung beim 0:0 gegen den FC Valencia am Spielfeldrand. Die Augen wurden immer größer, der Mund ging mehr und mehr auf. Was noch vor knapp einem Monat wohl kaum jemand beim spanischen Fußball-Rekordmeister Real Madrid für möglich gehalten hatte, ist ausgerechnet zum Start in die Wochen der Wahrheit eingetreten: Der komfortable Zehn-Punkte-Vorsprung des Spitzenreiters auf Erzrivale FC Barcelona ist in weniger als einem Monat auf vier Zähler zusammengeschmolzen, Real spürt plötzlich wieder den Atem der Katalanen im königlichen Nacken.

„Natürlich können wir die Meisterschaft noch verlieren“, sagte Reals Torwart Iker Casillas nach dem torlosen Unentschieden gegen den Tabellendritten. Und mit Blick auf das Stadtderby bei Atletico Madrid am Mittwoch, das Halbfinal-Duell in der Champions League mit dem FC Bayern München (17./25. April) und den Clasico (21. April) bei Barca ergänzte der „heilige Iker“: „Jetzt ist jedes Spiel lebenswichtig, jedes Spiel ist ein Finale.“

Als Schuldigen für das dritte Unentschieden in den letzten fünf Ligaspielen hatte Real - wie so oft seit dem Amtsantritt des exzentrischen Star-Trainers Jose Mourinho - mal wieder den Schiedsrichter ausgemacht. Um gleich drei Elfmeter fühlte sich Real betrogen. Mourinho entsandte daher lieber seinen Co-Trainer Aitor Karanka zur Pressekonferenz. Am Inhalt der Aussagen änderte das aber nichts.

„Der Schiedsrichter?“, hob Mourinhos Adlatus mit Blick auf die Leistung von Clos Gomez an, „das hat doch die ganze Welt gesehen. Wir kämpfen weiter um die Meisterschaft - wenn sie uns denn lassen.“

In der über weite Strecken ausgeglichenen Partie gegen Valencia hatte einem Sieg - auf beiden Seiten - aber vielmehr eigenes Unvermögen und Pech im Wege gestanden. Reals Superstar Cristiano Ronaldo sowie Valencias Ricardo Costa und Tino Costa trafen jeweils nur Pfosten oder Latte. Özil wurde in der 84. Minute gegen Jose Maria Callejon ausgewechselt, Khedira hatte zuvor für Kaka Platz gemacht (72.).

Titelverteidiger Barcelona scheint derweil rechtzeitig zum Saisonfinale in Bestform zu sein. „Und am Dienstag können sie bis auf einen Punkt rankommen“, verkündete das Barcelona nahe Sportblatt El Mundo Deportivo triumphierend, nachdem Weltfußballer Lionel Messi Barca am Karsamstag zum 4:1 (2:1) bei Real Saragossa geführt hatte. Vier Tage nach dem Einzug ins Champions-League-Halbfinale glänzte der Argentinier mit zwei Toren und einer Vorlage.

Zudem übernahm Messi, der mit Barcelona am Dienstag den FC Getafe empfängt, mit nun 38 Saisontoren wieder die Führung in der Torjägerliste vor Ronaldo (37). Mit wettbewerbsübergreifend 60 Treffern hat Messi nun auch den Rekord von Gerd Müller im Blick. Dem „Bomber der Nation“ waren 1972/73 für die Bayern 67 Tore gelungen.

sid

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