Bayern und Bremen wollen Wiedergutmachung

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Thomas Schaaf will mit seinem SV Werder Bremen nach der desaströsen 0:5-Schlappe gegen Mönchengladbach am Sonntag alles besser machen.

Bremen/Mainz - Am vergangenen Bundesliga-Wochenende mussten Bayern München und Werder Bremen viel Hohn und Spott ertragen am Sonntag wollen beide Vereine es besser machen.

Werder möchte nach dem 0: 5-Desaster bei Borussia Mönchengladbach im Verfolgerduell gegen den VfB Stuttgart (15.30) Wiedergutmachung betreiben, Spitzenreiter Bayern München will nach seiner erfolgreichen Champions-League-Woche beim FSV Mainz (17.30 Uhr/beide Sky und Liga total!) das 0:1 gegen Borussia Dortmund vergessen machen und wieder die Tabellenführung übernehmen.

Und davon sind die Stars des Rekordchampions offensichtlich überzeugt. „Wir können uns jetzt voll auf die Bundesliga konzentrieren“, sagte Bayern-Topjäger Mario Gomez nach dem 3:1 unter der Woche in der Königsklasse gegen den FC Villarreal. Nicht nur angesichst dieser Aussage müssten die Mainzer in Ehrfurcht erstarren, denn auch Toni Kroos forderte vor dem Ausflug zu den Rheinhessen unmissverständlich: „Wir müssen die Hoffnungen der Konkurrenten im Keim ersticken und im nächsten Ligaspiel zeigen, dass wir weiter vorneweg marschieren.“

Jupp Heynckes macht allerdings vor dem Duell mit dem vermeintlichen Underdog in Understatement. „Mainz spielt in dieser Saison sehr unterschiedlich. Sie haben aber immer eine gute Organisation. Sie lassen den Gegner nicht in Ruhe. Wir müssen nicht nur gut Fußball spielen, sondern auch kämpferisch überzeugen. Die Mainzer werden über ihre Verhältnisse spielen und 110 Prozent abrufen“, sagte der Bayern-Coach, der sich nicht vom 15. Platz der Mainzer blenden lässt, zumal der FSV sich zu Beginn des Monats durch das 3:1 gegen Stuttgart wieder Selbstvertrauen holte.

Bei den Bayern droht WM-Torschützenkönig Thomas Müller in Mainz erneut ein Platz auf der Ersatzbank. Heynckes sagte, dass der Mittelfeldspieler zwar ein „absoluter Stammspieler“, sei, es bei den Spitzenklubs in Europa aber selbstverständlich sei, dass Stammspieler nicht immer von Anfang an spielten: „Das ist eine Normalität - auch bei Bayern München“. Für Müller könnte wieder der wochenlang verletzte Arjen Robben zum Zuge kommen.

Mainz, das am vergangenen Samstag wegen des Selbstmordversuches von Schiedsrichter Babak Rafati in Köln ungewollt pausierte, bangt gegen die Bayern um den Einsatz von Nikolce Noveski (Oberschenkel-Zerrung) und Jan Kirchhoff (Prellung am Knie). Zudem fehlt dem Team von Thomas Tuchel der rotgesperrte Eugen Polanski sowie die Langzeitverletzten Marcel Risse und Adam Szalai.

Trotzdem wolle man sich vor dem Favoriten nicht verstecken, schließlich haben die Mainzer die Bayern in den vergangenen zwei Jahren zweimal geschlagen. „Wir haben nichts zu verlieren, nur viel zu gewinnen“, sagte FSV-Manager Christian Heidel und sein Trainer Thomas Tuchel meinte vieldeutig: „Man muss groß denken, um Großes zu erreichen. Bayern ist die Hausnummer im deutschen Fußball, eine hohe Hürde. Doch wir wollen auch gegen so ein Kaliber unser Spiel durchbringen.“

Werder Bremen bangt vor dem Duell gegen Stuttgart um seinen Top-Torjäger Claudio Pizarro, um dessen Knieverletzung es unter der Woche reichlich Verwirrung gab. Der VfB geht trotz gegenteiliger Bremer Meldungen davon aus, dass der Peruaner spielen wird. „Pizarro ist ein überragender Spieler“, sagte VfB-Sportdirektor Fredi Bobic und Trainer Bruno Labbadia äußerte: „Ich rechne damit, dass er spielt.“

SID

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