Bayern bläst zur Attacke: Meistertitel nicht genug!

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Philipp Lahm fordert mindestens das Double

München - Nach einer titellosen Saison bläst der FC Bayern ab Montag wieder zur Attacke. Eine Trophäe ist dem Rekordmeister diesmal nicht genug. Trainer Jupp Heynckes soll zur Auferstehung führen.

Thomas Müller bringt es auf den Punkt. „Wir werden Meister. Basta!“ Nach einer Saison ohne Titel ist Bayern München wieder heiß auf die Schale. Am Montag startet der deutsche Rekordmeister mit seinem neuen, alten Trainer Jupp Heynckes den Großangriff auf Titelverteidiger Borussia Dortmund und auf Europas Topklubs.

Auch wenn beim ersten Training um 10.00 Uhr die Nationalspieler

noch fehlen werden und der Wunschkader immer noch nicht ganz komplett ist - an der Zielsetzung der Münchner ändert dies nichts. Sie wollen in der Bundesliga, im DFB-Pokal und auch in der Champions League wieder ganz nach oben. Heynckes geht mit dem Druck gelassen um und sieht dies als „reizvolle Aufgabe“. Er wüsste, sagte der 66-Jährige, „dass man beim FC Bayern gewissermaßen zum Erfolg verpflichtet ist“.

So kündigte Bayern-Kapitän Philipp Lahm schon einmal an, dass es „mit unserer Qualität“ nur ein Ziel geben könne: „Das Double zu holen und in der Champions League mindestens das Achtelfinale zu überstehen.“ Die Liga wolle der FC Bayern „von Anfang an dominieren“. Auch wenn ein Durchmarsch „nicht auf Knopfdruck“ funktionieren werde, habe er ein „sehr, sehr gutes Gefühl“, sagte der Nationalspieler in "Bild".

Die Hoffnungen ruhen dabei vor allem auf Rückkehrer Heynckes, der bereits zum dritten Mal (1987 bis 1991 und 2009) bei den Bayern die Verantwortung übernimmt. „Jupp weiß, wie wir ticken. Jupp weiß, wie Bayern funktioniert. Ich bin überzeugt, dass wir Erfolg und Spaß miteinander haben werden“, sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge.

Auch Lahm, der wieder auf die linke Verteidiger-Position wechseln wird, freut sich auf die Arbeit mit Heynckes. „Er ist ein erfahrener Trainer, der weiß, wie man die Defensive und die Offensive in Einklang bringt“, äußerte Lahm, was durchaus auch als Kritik an Ex-Coach Louis van Gaal zu sehen ist. Es würde nicht umsonst heißen: „Die Defensive gewinnt Meisterschaften. Das ist die große Aufgabe von Jupp Heynckes, und die wird er mit Sicherheit meistern.“

Um die in der vergangenen Saison äußerst anfällige Abwehr nach der Verpflichtung von Schalkes Nationalkeeper Manuel Neuer weiter zu stärken, hat nach wie vor der Transfer von Jerome Boateng oberste Priorität. Noch pokern die Bayern aber mit Manchester City um die Ablöse für den Innenverteidiger. Zuletzt soll es aber eine erste Annäherung gegeben haben, auch Boateng selbst äußerte, dass er an einen Wechsel glaube.  

Schwieriger könnte sich ein Wechsel von Heynckes' Wunschspieler Arturo Vidal von Bayer Leverkusen erweisen. Die Bayer-Verantwortlichen betonten in den vergangenen Tagen mehrmals, dass sie den Chilenen, der im zentralen defensiven Mittelfeld zuhause ist, definitiv nicht nach München transferieren werden.

Bisher haben die Bayern neben Neuer, dessen Ablöse bis zu 25 Millionen Euro beträgt, Zweitliga-Torjäger Nils Petersen (Energie Cottbus/2,8) und den Ex-Schalker Rafinha (FC Genua/3,5) verpflichtet. Der junge Japaner Takashi Usami (Gamba Osaka) ist zudem ein Kandidat. Als Abgänge stehen Miroslav Klose (Lazio Rom), Hamit Altintop (Real Madrid), Thomas Kraft und Andreas Ottl (beide Hertha BSC Berlin/alle ablösefrei) fest. 

Für die Münchner Nationalspieler, die zuletzt Anfang Juni noch im Länderspiel-Einsatz waren, beginnt die Vorbereitung erst am Freitag. Am Samstag steht dann in der Allianz Arena der offizielle Saison-Startschuss an, ehe sich der Rekordmeister von Sonntag (3.7. ) bis zum 9. Juli ins Trainingslager nach Riva del Garda am Gardasee verabschiedet - mit einem Ziel vor Augen: möglichst viele Titel. 

sid 

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