Alleingänge in den Top-Ligen

Von Bayern bis Barça: Europas einsame Erste

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Gegen Leverkusen holten die Bayern erneut drei Punkte

München - Schlechte Aussichten für Verfolger: Die Meisterschaften in den europäischen Top-Ligen sind so gut wie entschieden. Der FC Bayern ist dabei nicht alleine.

So dominant waren Europas Spitzenreiter schon lange nicht mehr: Die Titelkämpfe der europäischen Top-Ligen sind in diesem Jahr einseitig wie selten. Der deutsche Rekordmeister FC Bayern führt die Fußball-Bundesliga mit 20 Punkten Vorsprung an, der FC Barcelona liegt 13 Punkte vor Real Madrid. Auch Juventus Turin und Manchester United lassen ihre nationalen Konkurrenten in der laufenden Saison alt aussehen.

DEUTSCHLAND: In der Saison 2008/09 wurde der VfL Wolfsburg mit 69 Punkten Meister. So viele Zähler hat der FC Bayern schon jetzt auf dem Konto - nach 26 Spieltagen. Das Team von Trainer Jupp Heynckes spielt eine Saison der Rekorde. Bislang gab es nur eine Niederlage. Besonders die Münchner Auswärtsbilanz ist beeindruckend: In 13 Spielen blieb der FC Bayern ungeschlagen, holte zwölf Siege und kassierte gerade einmal zwei Gegentore. Verfolger und Titelverteidiger Borussia Dortmund liegt bereits 20 Punkte zurück. Sollten die Bayern ihr nächstes Spiel gegen den Hamburger SV gewinnen, könnten sie bei einem BVB-Patzer schon am 27. Spieltag die Meisterschaft feiern. Das gab es noch nie.

SPANIEN: Eine der bisherigen vier Clasico-Auflagen gegen Real Madrid in dieser Saison konnte der FC Barcelona noch nicht gewinnen. In der Liga führt aber kein Weg am Team um Weltfußballer Lionel Messi vorbei. 13 Punkte beträgt der Vorsprung auf die abgeschlagenen „Königlichen“. Sechs Siege aus den verbleibenden zehn Spielen würden Barça demnach reichen, um die Meisterschaft in der Primera Division zu sichern. Die Madrilenen üben sich bis dahin in Durchhalteparolen: „Unser Ziel ist, Barça unter Druck zu setzen“, sagte Real-Stürmer Gonzalo Higuaín zuletzt. „Die Meisterschaft dauert noch lange. Wir werden bis zum Ende kämpfen.“

ENGLAND: Manchester United gegen Manchester City - das steht für packende Derbys zweier Rivalen. In der vergangenen Saison holte City einen Rückstand von acht Punkten auf United auf. Erst am letzten Spieltag machten die Citizens mit zwei Toren in der Nachspielzeit die Meisterschaft perfekt. United landete punktgleich auf Platz zwei. Ganz anders das Bild in diesem Jahr: Das Team von Sir Alex Ferguson hat 15 Punkte Vorsprung auf den Stadtrivalen - bei neun ausstehenden Spielen. Das Hinspiel ging mit 3:2 an United. Gut möglich, dass der Tabellenführer im Rückspiel am 8. April einen weiteren großen Schritt in Richtung Titel macht.

ITALIEN: Vor sechs Jahren kickte Juventus Turin noch in der zweiten Liga. Mittlerweile ist die „Alte Dame“ nach Manipulationsskandal, Zwangsabstieg und langer Krise wieder an der Spitze des italienischen Fußballs angekommen. Bayern Münchens Viertelfinalgegner in der Champions League liegt in der Serie A neun Punkte vor dem SSC Neapel. Mit einer abgeklärten Hinrunde sicherte sich Juve schon vor dem Jahreswechsel den ersten Platz. Ein gutes Omen: Denn der Wintermeister in Italien holte in den vergangenen acht Jahren am Saisonende auch den Titel. „Juve siegt und siegt und ist dabei so souverän wie nie zuvor“, lobte die „Gazzetta dello Sport“.

dpa

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