Wahrscheinliche Todesursache

Obduktion zeigt: Amerell erlitt Herzinfakt

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Der leblose Körper von Manfred Amerell wurde am Dienstag in München gefunden.

München - Manfred Amerell hat laut Obduktion einen Herzinfarkt erlitten. Dass dieser auch die Todesursache war, konnte die Polizei zunächst nicht bestätigen.

Der frühere Bundesliga-Schiedsrichter Manfred Amerell ist aller Voraussicht nach an einem Herzinfarkt gestorben. Die Obduktion habe gezeigt, dass in jedem Fall ein Herzinfarkt vorgelegen habe, sagte eine Sprecherin. Eine endgültige Aussage zur Todesursache wollen die Beamten allerdings erst in ein bis zwei Wochen treffen, wenn das toxikologische Gutachten ebenfalls vorliegt und beispielsweise auch eine Vergiftung ausgeschlossen werden kann.

„Wir warten, wie im Nachtrag zu unseren Pressemeldungen vom Mittwoch schon beschrieben, auf das Ergebnis des toxikologischen Gutachtens. Demnach ist nach dem ersten vorläufigen Obduktionsergebnis kein Fremdverschulden erkennbar“, sagte Polizeisprecher Wolffang Wenger dem SID. Wenger fügte erläuternd hinzu, dass es denkbar sei, dass bei dem Gutachten körperfremde Stoffe festgestellt würden, die zu einem Herzinfarkt geführt haben könnten.

Amerell war am Dienstagnachmittag in einer Wohnung im Münchner Stadtteil Neuhausen im Alter von 65 Jahren tot aufgefunden worden. Die Feuerwehr hatte sich nach Hinweisen eines Bekannten Amerells über eine Drehleiter Zugang zur Wohnung des ehemaligen Schiedsrichter- Sprechers im vierten Stock verschafft.

Manfred Amerell ist tot: Hier wurde er aufgefunden

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Amerell hatte im Schiedsrichterskandal mit dem früheren FIFA-Referee Michael Kempter über Jahre hinweg abseits des Fußballplatzes für Schlagzeilen gesorgt. Auch mit dem früheren DFB-Präsidenten Theo Zwanziger hatte er sich über Monate eine juristische Auseinandersetzung nach der nächsten geliefert, galt am Ende überhaupt als Feindfigur beim Deutschen Fußball-Bund (DFB).

dpa/sid

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