Bundesliga: Die Spiele vom Samstag

Schalke-Heimpleite - Bayer und Mainz siegen

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Freiburgs Jan Rosenthal (l.) dreht nach einem Treffer gegen Schalke zum Jubeln ab

Leverkusen - Bayer Leverkusen geht nach einem Sieg mit einem Rückstand von neun Punkten auf Herbstmeister Bayern in die Winterpause. Die Krise auf Schalke verschärft sich: die Spiele vom Samstag.

Stefan Kießling (l.) freut sich über seinen Treffer mit den Kollegen

Bayer Leverkusen geht als erster Bayern-Jäger und mit nur noch neun Punkten Rückstand auf den souveränen Spitzenreiter in die Winterpause. Die Rheinländer bezwangen bei der Rückkehr von Nationaltorwart Rene Adler in die Bayarena den Hamburger SV souverän mit 3:0 (2:0) und nutzten so den kleinen Patzer der Münchner. Der Herbstmeister hatte am Freitag durch das 1:1 gegen Borussia Mönchengladbach einen Punkterekord in der Hinrunde verpasst.

Überragender Bayer-Spieler war Stefan Kießling, der zwei Treffer selbst erzielte (26., 66.) und das 2:0 durch Andre Schürrle (36.) vorbereitete. Adler, der erstmals seit seinem Wechsel von Bayer zum HSV nach Leverkusen zurückkehrte, war an allen Toren schuldlos.

Dagegen verschärfte sich die Krise bei Schalke 04. Die Königsblauen verloren ihr Heimspiel gegen den SC Freiburg 1:3 (1:2) und stürzten nach dem sechsten Liga-Spiel in Folge ohne Sieg auf den siebten Platz ab. Vor dem Pokalspiel gegen den FSV Mainz 05 wackelt der Stuhl von Trainer Huub Stevens bedenklich.

Nach der Schalker Führung durch Jefferson Farfan (20.) drehten Jan Rosenthal (20., 61.) und Jonathan Schmid (31.) das Spiel zugunsten der Freiburger, die an den Schalkern vorbei auf den fünften Platz kletterten. In der Schlussphase sah Freiburgs Rosenthal wegen wiederholten Foulspiels ebenso die Gelb-Rote Karte (81.) wie eine Minute später Schalkes Torjäger Klaas-Jan Huntelaar.

Im Tabellenkeller verpassten die SpVgg Greuther Fürth und der FC Augsburg den Befreiungsschlag. Der Letzte und der Vorletzte trennten sich 1:1 (0:1). Sascha Mölders (9.) erzielte die frühe Augsburger Führung, Lasse Sobiech gelang für die zu Hause weiter sieglosen Fürther immerhin noch der Ausgleich (69.). Danach sah noch Fürths Kapitän Mergim Mavraj (76.) die Gelb-Rote und Augsburgs Giovanni Sio (85.) wegen groben Foulspiels die Rote Karte. FCA-Trainer Markus Weinzierl erlebte wegen Meckerns den Schlusspfiff auf der Tribüne. Beide Teams haben damit vier Zähler Rückstand auf 1899 Hoffenheim. Die Kraichgauer, die am Sonntag den deutschen Meister Borussia Dortmund empfangen, belegen den Relegationsrang 16.

Vorerst Rang drei sicherte sich Eintracht Frankfurt durch ein 2: 0 (2:0) beim VfL Wolfsburg. Alexander Meier (12.) mit seinem elften Saisontor und Takashi Inui (17.) sorgten mit ihren Treffern für den Sieg der Hessen. Dortmund kann am Sonntag noch an der Eintracht vorbeiziehen. Derweil sinken die Chancen für Lorenz-Günther Köstner, dauerhaft Wolfsburger Trainer bleiben zu dürfen. Manager Klaus Allofs hatte vor dem Spiel erneut gesagt, dass in Sachen

Chefcoach noch keine Entscheidung gefallen sei.

Der VfB Stuttgart verpasste durch das 1:3 (1:1) beim FSV Mainz 05 den möglichen Sprung auf einen Champions-League-Platz. Die ersten Mainzer Treffer erzielte Nicolai Müller (55. und 71.), auch bei der Gästeführung hatte es „gemüllert“: FSV-Torwart Heinz Müller untlief ein Eigentor (48.). Elkin Soto machte in der Nachspielzeit alles klar für Mainz.

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Im grauen Tabellenmittelfeld überwintert Hannover 96 nach einem 1:2 (0:1) bei Fortuna Düsseldorf. Dani Schahin (39.) brachte die Rheinländern in Führung, Mame Diouf (69.) gelang mit seinem sechsten Saisontor - dem ersten auswärts - der Ausgleich, ehe Ken Ilsö (83.) der Fortuna den dritten Heimsieg in Folge bescherte. Damit verdarb er Mirko Slomka endgültig den Rekordtag. Der 96-Trainer zog mit seinem 101. Bundesligaspiel auf der Bank der Niedersachsen mit Dieter Hecking gleich.

Die große Protestwelle der Ultra-Fans in den Stadien blieb derweil am ersten Spieltag nach der Verabschiedung des umstrittenen Sicherheitskonzeptes aus. Die Kundgebungen verliefen zumeist relativ unspektakulär, heftigere Proteste riefen mitunter Widerstand im übrigen Publikum hervor.

So beim Spiel des VfL Wolfsburg gegen Frankfurt, als die VfL-Ultras in ihrem Block eine Rauchbombe zündeten und dafür ausgepfiffen wurden. Die Halbzeitansprache des Stadionsprechers gegen Pyrotechnik rief im ganzen Stadion außer bei den Ultras Applaus hervor.

In Düsseldorf sangen die Fortuna-Ultras nach dem schon obligatorischen zwölfminütigen Schweigen „Wir sind die Fans, die ihr nicht wollt“, räumten dann ihren Block und verpassten den Treffer zum 1:0 ihrer Mannschaft durch Schahin.

In Leverkusen hingen zwar wie auch in anderen Stadien Plakate („Ohne Stimme keine Stimmung“, „Wir können nicht singen, wir sind verstummt!“, „Footbal without politics“), doch im Fanblock klatschten und jubelten einige mit.

In Fürth unterbrachen im Kellerduell die Augsburger Ultras ihr Schweigen in der neunten Minute nach dem Führungstreffer durch Sascha Mölders und legten nach 12 Minuten und 12 Sekunden nach: Sie zündeten eine Rauchbombe.

Etwa 300 Ultras in der Schalker Nordkurve setzten ihren Stimmungsboykott fort und und forderten in Richtung des S04-Vorstands und Ligaverbands-Vize Peter Peters: „Peters raus!“ Die deutliche Mehrzahl der Anhänger unterstützte die Königsblauen von Beginn an lautstark und reagierte mit Pfiffen und „Ultras raus! `-Rufen auf die Proteste.

sid

An alle Fußballer: Diese Jubel müsst Ihr beherrschen!

An alle Fußballer: Diese Jubel müsst Ihr beherrschen!

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