Bayer muss den Spanien-Fluch besiegen

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Stefan Kießling im Training gegen Michael Ballack

Leverkusen - Für Bayer Leverkusen sind die beiden Champions-League-Partien gegen den FC Valencia zwei Endspiele um den Einzug in das Achtelfinale. Dabei steht der Werkself der Spanien-Fluch im Weg.

“Valencia ist der Hauptgegner um Platz zwei. Die beiden Begegnungen sind richtungsweisend“, sagte Bayer-Sportchef Rudi Völler vor dem ersten Duell am Mittwoch (20.45 Uhr/Sky). Dabei muss die Werkself, die schon zwei Wochen später in Valencia antreten muss, auch den Spanien-Fluch besiegen.

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Schließlich hat der deutsche Vizemeister keine der letzten sieben Europacup-Partien gegen iberische Teams gewonnen und von insgesamt 23 Spielen nur sechs für sich entschieden. “Valencia ist eine große Hausnummer. Trotz FC Barcelona und Real Madrid spielt es in Spanien eine gute Rolle“, sagte Völler über den Tabellenvierten der Primera Division und forderte: “Wir müssen unser komplettes Potenzial abrufen.“ Beim 2:2 in Gladbach gelang dies am vergangenen Samstag gerade mal die erste halbe Stunde.

“Wir müssen gegen Valencia einiges besser machen. Die Mannschaft hat nicht die Kompaktheit gehabt“, meinte Bayer-Profi Hanno Balitsch, der voraussichtlich auf die rechte Verteidigerposition rückt. Wieder in die Viererkette zurückkehren wird Ömer Toprak: Der Innenverteidiger fehlte zuletzt wegen einer Grippe.

Ein Fragezeichen steht einmal mehr hinter Mittelfeldstar Michael Ballack, der in Gladbach trotz guter Leistung nach einer Stunde ausgewechselt wurde und wohl Simon Rolfes Platz machen muss. “Wir haben den Anspruch, den zweiten Platz zu verteidigen, doch Valencia ist im Vorteil“, meinte der 35-Jährige in einem Interview mit der Internetseite des europäischen Verbandes UEFA. “Auf dem Papier sind sie besser, sie sind Stammgast in der Champions League und viel konstanter.“

Nach der einkalkulierten Niederlage beim derzeitigen Tabellenführer der Gruppe E, dem FC Chelsea (0:2), und dem Pflichtsieg gegen den KRC Genk (2:0) geht es nun um das Überwintern in der europäischen Premiumklasse. “Drei Punkte sind Pflicht, dann ein Remis in Valencia. Das wäre perfekt“, sagte Gonzalo Castro, der nach seinem Platzverweis in der Bundesliga für ein Spiel gesperrt wurde. “Vier Punkte wären optimal“, stimmte Bayer-Stürmer Stefan Kießling dieser Rechnung zu.

Nach dem Last-Minute-Tor von André Schürrle gegen Borussia Mönchengladbach - seinem ersten Treffer für Bayer - hoffen die Teamkollegen nun, dass er auch gegen Valencia zuschlägt. “Vielleicht ist bei ihm der Knoten ja jetzt geplatzt“, sagte Lars Bender. “Wir würden uns nicht beschweren, wenn er in der Champions League wieder für uns trifft. Der Fokus liegt ganz klar darauf, das Gruppenspiel zu gewinnen.“

dpa

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