ÖFB baut Umfeld der Nationalmannschaft um

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ÖFB-Präsident Leo Windtner (l.) mit dem neuen Teahmchef der Nationalmannschaft, Marcel Koller.

Wien - Nach der Vorstellung von Marcel Koller als neuen Teamchef hat der Österreichische Fußball-Bund (ÖFB) weitreichende Veränderungen im Umfeld der Nationalmannschaft eingeleitet.

ÖFB-Präsident Leo Windtner kündigte in einer Verbandsmitteilung Veränderungen der Struktur im "Team um das Team" an. Damit soll die Basis für künftige Erfolge gelegt werden. "Unser Ziel ist, dass wir die Strukturen, die sich bereits in den Nachwuchsteams bewährt haben, auch im Umfeld des Nationalteams etablieren, damit eine bessere Durchgängigkeit vom Nachwuchs hin zum A-Team gegeben ist", erklärte Windtner.

Die individuelle Förderung der Spieler soll seitens des ÖFB intensiviert werden. Ziel ist laut Windtner die Rückkehr der Nationalmannschaft in die Top-30 der FIFA-Weltrangliste. Zurzeit rangiert Österreich auf Platz 72. Ein besonderer Fokus liegt beim ÖFB dabei auf der Entwicklung von Spielern, die künftig eine Führungsrolle einnehmen könnten. Darüber hinaus sollen in Österreich eine eigenständige Spielkultur und -philosophie entwickelt werden, um eine Einheitlichkeit von der U15- bis zur A-Nationalmannschaft zu erreichen.

Der Trainer- und Betreuerstab des österreichischen Nationalteams wird um zusätzliche Spezialisten erweitert. Neben dem Assistenzcoach, dem Fitness- und dem Torwarttrainer sollen verstärkt Sportwissenschaftler und Sporttherapeuten eingesetzt sowie Verbesserungen in den Bereichen Spielanalyse und Talentsichtung erreicht werden. Teamchef Koller und Sportdirektor Willi Ruttensteiner zeichnen für die Realisierung verantwortlich.

Während der Teamchef als sportlicher Leiter der Nationalmannschaft für sämtliche aktuellen Belange des Aushängeschildes des Verbands zuständig ist, übernimmt der Sportdirektor die Ausarbeitung einer langfristigen Erfolgsstrategie und fungiert als Bindeglied zwischen Teamchef, Trainern, Betreuern, Spielern und dem Verband. "Wir wollen uns international stets an den Besten orientieren. Daher streben wir in Zukunft Kooperationen mit internationalen Spitzenklubs, Nationalverbänden, Universitäten, Instituten sowie Experten an, um immer am Puls der Weiterentwicklung zu sein", sagte Windtner.

Von Cord Heine, dapd

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