Baumann neuer Trainer bei Aue

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Karsten Baumann ist neuer Aue-Trainer

Aue - Der ehemalige Bundesligaspieler Karsten Baumann ist neuer Trainer bei Erzgebirge Aue. Sein Ziel ist klar definiert.

Mit dem Lehrgangsbesten zum Klassenziel: Der ehemalige Bundesligaspieler Karsten Baumann übernimmt das Traineramt beim abstiegsbedrohten Fußball-Zweitligisten Erzgebirge Aue. Der 42-Jährige, der bei der DFB-Trainerausbildung in seinem Lehrgang die beste Gesamtnote erhalten hatte, tritt die Nachfolge des einen Tag zuvor entlassenen Rico Schmitt an.

„Ich bin immer gerne nach Aue gekommen - nur nicht zum Fußballspielen, denn hier war es immer schwer, etwas mitzunehmen. Da will ich mit der Mannschaft wieder hinkommen“, sagte Baumann bei seiner Vorstellung am Mittwochnachmittag. Der frühere Bundesligaspieler des 1. FC Köln und von Borussia Dortmund unterschrieb bei den „Veilchen“ einen Vertrag bis zum Saisonende, der sich im Falle des Klassenerhalts um ein Jahr verlängert.

Baumann war im März vergangenen Jahres beim VfL Osnabrück entlassen worden. Die Mannschaft hatte er zuvor zum Wiederaufstieg in die 2. Liga geführt. „Ich bin froh, dass ich nach langer Pause wieder im Fußballgeschäft zurück bin“, sagte der gebürtige Oldenburger, der seine Trainerlaufbahn 2008 bei Rot-Weiß Erfurt begann.

Der ehemalige Verteidiger wird im Ost-Derby am Samstag bei Energie Cottbus sein Debüt als Aue-Trainer feiern. Nach zuletzt sechs Spielen ohne Sieg ist der Vorsprung der Sachsen auf den Relegationsplatz auf zwei Punkte geschmolzen.

„Wir sind fest davon überzeugt, dass er diese Aufgabe mit sehr viel Elan angehen und erfolgreich lösen wird“, sagte Sportdirektor Steffen Heidrich und verriet: „Wir waren uns schnell einig und haben keine zehn Minuten über Vertragsinhalte verhandelt.“

Problematisch könnte für Baumann sein, dass ein Großteil der Mannschaft gerne mit dem geschassten Trainer Schmitt weitergearbeitet hätte. „Ich bin enttäuscht und traurig“, hatte Torhüter Martin Männel zur Entlassung gesagt: „Ich bin fest davon überzeugt, dass wir den Klassenerhalt mit Rico Schmitt geschafft hätten.“

Das ist auch Schmitt selbst, die Beurlaubung kam für ihn aber nicht mehr überraschend. „Für die Mannschaft tut es mir leid“, sagte der 43-Jährige der Freien Presse. Nachtreten wolle er aber nicht. Man habe zusammen Erfolge gefeiert, „die so nicht zu erwarten waren“.

Schmitt hatte die Sachsen in seiner ersten Saison 2009/10 in die 2. Liga geführt und dort in der vergangenen Spielzeit völlig überraschend den fünften Platz erreicht. Mit der dadurch gestiegenen Erwartungshaltung muss nun Baumann fertig werden.

sid

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