Sieg gegen Manchester City

FC Barcelona im Viertelfinale

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Jordi Alba (R) im Zweikampf mit Samir Nasri.

Barcelona - Lionel Messi hat den FC Barcelona ins Viertelfinale der Champions League geführt, von der Dominanz früherer Tage sind die Spanier aber meilenweit entfernt.

Mit seinem achten Tor im laufenden Wettbewerb legte Messi (67.) beim 2:1 (0:0) gegen Manchester City den Grundstein zum Sieg. Nach dem Ausgleich durch Vincent Kompany (89.) stellte Dani Alves den Endstand her (90.+1). Der englische Vizemeister bereitete Barca nach dem 0:2 im Hinspiel als krasser Außenseiter im Camp Nou aber einige Probleme.

Die Barca-Stars, die am Samstag beim 0:1 bei Real Valladolid noch im Kollektiv enttäuscht hatten, übernahmen zwar direkt die Initiative, ließen aber lange die nötige Zielstrebigkeit vermissen. Messi, zuletzt von rätselhaften Übelkeitsattacken heimgesucht, mühte sich redlich und war auch am ersten Aufreger beteiligt. Joeleon Lescott brachte den kleinen Argentinier elfmeterwürdig zu Fall (7.), doch Schiedsrichter Stephane Lannoy (Frankreich) verweigerte den fälligen Strafstoß.

Gut zehn Minuten später folgte die nächste Fehlentscheidung des Referees: Einen regulären Treffer durch Neymar erkannte Lannoy nicht an, weil er Messi als Passgeber im Abseits wähnte.

Gästetrainer Manuel Pellegrini musste sich das Spiel von der Tribüne aus ansehen. Der Chilene hatte nach der Hinspielniederlage harte Kritik an dem Schiedsrichter-Gespann geübt, was die UEFA mit einer Drei-Spiele-Sperre ahndete. Co-Trainer Ruben Cousillas sprang an der Seitenlinie ein.

Die Citizens kamen vor 85.957 Zuschauern zunächst kaum zum Zuge, stattdessen fielen der Ex-Hamburger Kompany und seine Teamkollegen durch zahlreiche überharte Aktionen auf. Die raue Gangart hinterließ durchaus Eindruck, erst in der Schlussphase der ersten Halbzeit kam der spanische Meister wieder zu Chancen.

Xavi (39.) und Neymar (39., 45.) verfehlten aber die Führung - und Samir Nasri die der Citizens. Bei der einzigen guten Chance der Gäste schloss der Franzose etwas überhastet ab, sein Schuss aus gut zwölf Metern landete in den Armen von Schlussmann Victor Valdes (41. ).

Nach der Pause kam bei den Briten für den wirkungslosen Sergio Agüero der ehemalige Bundesliga-Torschützenkönig Edin Dzeko ins Spiel, der Valdes keine zwei Minuten später mit einem Flachschuss testete und wenig später (52.) bei einem Kopfball im glänzend reagierenden Spanier seinen Meister fand.

Im Spielzug zuvor hatte allerdings Messi seinen ersten großen Auftritt gehabt, doch nach einem Solo über das halbe Feld traf er nur den Pfosten. Dennoch wurden die Briten nun forscher, Pablo Zabaleta (55.) vergab freistehend die große Chance zum 1:0.

Erst der Führungstreffer durch Messi, der von Fabregas freigespielt aus kurzer Distanz keine Probleme hatte, sorgte für Ruhe beim Gastgeber. Als Zabaleta wegen Meckerns die Gelb-Rote Karte sah (78.) war das Spiel entschieden.

SID

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