Remis gegen die Schweiz - U21 bangt um EM

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Kapitän Lewis Holtby ärgert sich über den späten Ausgleich der Schweizer.

Leverkusen - Nationalmannschaft hat ihren Heimvorteil im Play-off-Hinspiel nicht nutzen können und läuft Gefahr, zum zweiten Mal in Folge die EM-Teilnahme zu verpassen.

Die deutsche U21-Nationalmannschaft hat ihren Heimvorteil im Play-off-Hinspiel nicht nutzen können und läuft Gefahr, zum zweiten Mal in Folge die EM-Teilnahme zu verpassen. Gegen Vize-Europameister Schweiz kam die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) in Leverkusen nicht über ein 1:1 (0:0) hinaus. Im Rückspiel am Dienstag (17.30 Uhr/ARD) in Luzern darf sich die Mannschaft von Trainer Rainer Adrion damit keine Niederlage erlauben.

„Wir haben ein engagiertes Spiel gemacht, den Gegner niedergerungen und das 1:0 erzwungen. Der Gegentreffer war bitter, denn wir haben eine gute Leistung gezeigt. Ich bin davon überzeugt, dass wir auch in der Schweiz Tore schießen können“, meinte Coach Adrion und Kapitän Lewis Holtby ergänzte: „Mangelnde Konsequenz vor dem Tor hat uns den Sieg gekostet, Chancen hatten wir genug. Und dann kassieren wir so ein dummes Tor. Das ist Horror, das darf nicht passieren. Aber es gibt noch ein Spiel, und da werden wir uns wieder aufrappeln.“

Sebsatian Rudy (83.) brachte die DFB-Junioren per Foulelfmeter spät mit 1:0 in Führung. Der Schweizer Fabian Schär sah nach der Notbremse die Rote Karte, bevor Josip Drmic nur vier Minuten später für den Ausgleich sorgte.

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Vor 7382 Zuschauern begann die DFB-Auswahl konzentriert und leistete sich gegen die früh attackierenden Gäste zunächst kaum Abspielfehler. Nach starker Vorarbeit von Maximilian Beister verpasste Peniel Mlapa (4.) nur denkbar knapp eine Hereingabe. Erneut Beister bediente wenig später Alexander Esswein, dessen Direktabnahme aus spitzem Winkel das Tor jedoch verfehlte (12.).

In der Folge spielte die deutsche Mannschaft um Kapitän Lewis Holtby geduldig gegen die gut geordnete Defensive der Schweizer, kam aber immer seltener zu gefährlichen Abschlüssen. Die Eidgenossen setzten derweil vereinzelt gefährliche Konter. So hatte Steven Zuber (22.) die große Chance zur Gästeführung, zielte aus zwölf Metern aber genau auf Torhüter Bernd Leno. Nach einem weiteren Konter zwang Pajtim Kasani (36.) Leno zu einer spektakulären Parade.

Nach der Pause wurde das Spiel deutlich munterer, beide Teams vergaben zum Auftakt Chancen im Minutentakt. Vor allem die Torhüter standen in der Folge im Mittelpunkt. Ein gefährlicher Schuss von Beister (51.) wurde abgefälscht, Sekunden später setzte Verteidiger Lasse Sobiech einen Kopfball über das Tor. Der starke Mlapa setzte zu einem energischen Sololauf an und scheiterte aus kurzer Distanz erst am stark reagierenden Roman Bürki im Schweizer Tor. Dessen Gegenüber Leno ließ einen gefährlichen Schuss von Amir Abrashi (56. ) prallen, beim Nachschuss scheitertes Nzuzi Toko knapp.

In der nächsten Szene stand erneut Bürki im Mittelpunkt. Beister setzte sich einmal mehr auf der rechten Außenbahn durch und bediente Mlapa, der mit einem gut platzierten Versuch jedoch am starken Schlussman scheiterte.

Als die letzten Minuten der Partie liefen, wurde der eigewechselte Sebastian Polter im Strafraum gefoult, der nervenstarke Rudy sorgte vom Punkt für die späte Führung

Bester Spieler im deutschen Team waren Beister und Mlapa, aufseiten der Gäste überzeugten Bürki und Kasani.

SID

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