Babbel: Hätte mit Hertha die Klasse gehalten

+
Markus Babbel ist derzeit Trainer und Manager bei 1899 Hoffenheim.

Hoffenheim/Berlin - Markus Babbel ist sich sicher, dass er die Hertha zum  Klassenerhalt geführt hätte. An seiner Doppelfunktion bei 1899 findet er langsam Gefallen.

Babbel: Hätte Hertha gerettet - In Hoffenheim weiter Manager?

Trainer Markus Babbel hat mit Erstaunen auf die sportliche Talfahrt seines Ex-Klubs Hertha BSC reagiert. „Mir war klar, dass die Rückrunde schwieriger als die Hinrunde wird. Andererseits bin ich mir auch sicher, dass wir mir hundertprozentiger Wahrscheinlichkeit die Klasse gehalten hätten, da die Mannschaft und das Trainerteam richtig gut funktioniert haben“, sagte Babbel der Sport-Bild.

Babbel musste bei der Hertha im Dezember trotz einer erfolgreichen Hinrunde mit 20 Punkten gehen. Der Europameister von 1996 hatte sich mit Manager Michael Preetz überworfen, ist mit sich aber im Reinen: „Ich brauche da auch nichts geradezubiegen. Wenn, dann hätte ein Anruf aus Berlin kommen müssen. Ich kann für meinen Teil sehr gut in den Spiegel schauen.“

Seit Babbels Weggang holten die Hauptstädter unter seinen Nachfolgern Michael Skibbe und Otto Rehhagel in elf Spielen nur sechs Punkte - zur Verwunderung Babbels: „Die Mannschaft hat immer, wenn es um die Wurst ging, mentale Stärke gezeigt. Wir haben uns immer vertraut.“

Bundesligatrainer und ihr Weg zur ersten Chefstelle

Bundesligatrainer und ihr Weg zur ersten Chefstelle

Vom jetzigen Trainer Rehhagel hat Babbel, unter dem er 1995/96 bei Bayern München spielte, eine hohe Meinung: „Ich schätze ihn unglaublich. Er verkörpert Leidenschaft pur. Ich drücke die Daumen, dass er es schlussendlich schafft. Es gab immer legendäre Ansprachen von ihm, gespickt mit Lebensweisheiten.“

In Hoffenheim arbeitet der 39-Jährige nach der Entlassung von Ernst Tanner zuletzt auch als Manager und findet durchaus Gefallen daran. „Ich kann nur sagen, dass ich mir den Job grundsätzlich vorstellen kann. Die Entscheidung, wie auch immer, wird im Sommer fallen. Bis dahin machen wir erst einmal so weiter. Ich muss auch erst einmal sehen, ob ich dem Verein in der Position helfen kann, und ob es zu mir passt.“

Mit dem Wechsel zu Hoffenheim hat sich Babbel nach eigener Einschätzung deutlich verbessert. „Ich sehe in Hoffenheim mehr Qualität und Möglichkeiten, als bei meinen bisherigen Trainerstationen. Es hat mich schon fasziniert, was bei 1899 läuft. „ Der Coach will dem Klub ein neues Anspruchsdenken geben. „Hoffenheim braucht wieder richtig Farbe“, sagte der Ex-Profi: „Ich will eine Mannschaft aufbauen, die etwas ausstrahlt und alle mitreißt.“

SID

Kommentare