Spanier froh: Trap lässt Rasen wässern

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Giovanni Trapattonni will die Engländer ohne Tricks besiegen.

Danzig - Kein Trick gegen Tiki-Taka: Anders als Italien will das irische Fußball-Nationalteam im Duell gegen Spanien den Rasen im Danziger Stadion nicht „trockenlegen“.

„Wenn es nicht regnet, werden wir ihn bewässern lassen“, sagte Irlands Nationaltrainer Giovanni Trapattoni einen Tag vor dem zweiten EM-Gruppenspiel (20.45 Uhr/ARD) gegen die spanischen Ballzauberer und fügte schelmisch hinzu: „Ich habe aber den Wetterbericht gelesen, und da stand, dass es regnen wird.“

Die Spanier hatten sich nach dem enttäuschenden 1:1 zum Auftakt gegen Italien über den angeblich zu stumpfen Rasen, der nicht ausreichend gewässert worden sein soll, heftig beschwert. Grzegorz Lato, Präsident des polnischen Fußballverbandes, hatte dazu erklärt: „Man braucht das Einverständnis beider Mannschaften, um direkt vor dem Spiel zu wässern. Die Spanier wollten ihn bewässert haben, die Italiener waren dagegen.“ Sie hätten ihm klar gesagt, dass sie durch einen langsameren Platz das Passspiel der Spanier stoppen wollten.

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Das will Trapattoni offenbar mit anderen Mitteln erreichen. Ob er jedoch im Vergleich zum 1:3 gegen Kroatien für Stürmer Kevin Doyle einen zusätzlichen Mittelfeldspieler bringt, ließ der ehemalige Trainer von Bayern München und des VfB Stuttgart offen. „Ich werde nicht drei oder vier Spieler auswechseln, aber vielleicht ein oder zwei“, sagte der 73-Jährige, der sein Team nach dem mislungenen Auftakt wieder aufgebaut haben will: „Psychologisch sind wir über diese Niederlage hinweg. Wir haben den Glauben an uns zurück.“

Auch Rekordtorschütze Robbie Keane will sich nicht schon vor dem Duell mit dem Welt- und Europameister geschlagen geben. „Wenn ich auf den Platz gehe, will ich immer gewinnen“, sagte der Stürmer. Es sei aber sehr wichtig, „zumindest einen Punkt zu holen“. Bei einer zweiten Niederlage droht Irland bereits das Vorrunden-Aus.

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SID

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