Torloses Unentschieden

Korkut-Effekt hält an: Auch Leipzig kann Stuttgart nicht beseigen

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Stuttgarts Holger Badstuber (l) und Leipzigs Yussuf Poulsen (r) von RB Leipzig im Zweikampf um den Ball.

Der VfB Stuttgart erscheint seit dem Trainerwechsel zu Tayfun Korkut schier unbesiegbar. Auch RB Leipzig konnte den Aufsteiger nicht niederringen.

Stuttgart - Auch Vizemeister RB Leipzig hat den formstarken VfB Stuttgart nicht besiegt und wichtige drei Punkte im Kampf um die Champions-League-Ränge verpasst. Bei den unter Trainer Tayfun Korkut weiter unbesiegten Schwaben kamen die Leipziger nicht über ein 0:0 hinaus. Mit ihrem vierten Bundesliga-Spiel in Serie ohne Sieg stellten die Sachsen ihren Negativrekord im Oberhaus ein und verharren weiter auf dem sechsten Tabellenplatz.

Die Gastgeber dagegen vergrößerten ihren Abstand auf den Relegationsplatz sogar auf neun Punkte und müssen sich immer weniger Sorgen um den angepeilten Klassenverbleib machen.

Viel Spektakel bot sich den 53.548 Zuschauern in der Mercedes-Benz Arena jedoch fast über die gesamten 90 Minuten nicht. RB-Angreifer Timo Werner blieb bei seiner ersten Bundesliga-Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte ebenso blass wie sein Nationalmannschaftskollege Mario Gomez. Während Gomez kaum in Szene gesetzt wurde, wirkte Werner bei seinen Aktionen oft verunsichert durch die immer wieder aufkommenden Pfiffe und Schmähgesänge der VfB-Anhänger. Kurz vor der Pause hatte der 22-Jährige seine einzige große Chance, traf den Ball aber frei vor dem VfB-Tor nicht richtig.

Ohnehin wurde es gerade im ersten Durchgang zumeist nur auf den Rängen hitzig. Viele Fouls, Unterbrechungen und ständige Diskussionen unter den Spielern sorgten immer wieder für lautstarke Reaktionen der Zuschauer. 25 Minuten dauerte es dagegen bis zur ersten Torgelegenheit, die Stuttgarts Kapitän Christian Gentner nach einem Durcheinander im Leipziger Strafraum aber nicht verwerten konnte.

Wenig später testete Leipzigs Naby Keita (32.) VfB-Torhüter Ron-Robert Zieler, der seinen Schuss aus spitzem Winkel aber zur Ecke abwehrte. Nach ihrem 2:1-Erfolg in der Europa League gegen Zenit St. Petersburg fanden die Gäste in Stuttgart nur selten zu ihrem temporeichen Spiel in der Offensive. RB-Coach Ralph Hasenhüttl hatte seine Mannschaft auf gleich fünf Positionen verändert, Spielfluss kam bei den Leipzigern auch dadurch kaum auf. Stattdessen hatte der VfB zumeist den Ball, wurde aber auch nicht gefährlich. Was beide Teams ebenfalls gemein hatten: viele Fehler im Aufbau.

Auch die Hereinnahme von Offensivspieler Emil Forsberg im zweiten Durchgang verbesserte das Spiel der Gäste kaum. Auch der ebenfalls von Pfiffen begleitete Tausch von Werner gegen Jean-Kévin Augustin änderte nichts - beinahe hätte dagegen Gomez noch für den glücklichen Sieg Stuttgarts getroffen. Sein Kopfball (80.) ging aber knapp neben das Tor.

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