ManCity mit Last-Minute-Sieg

ManU lässt Federn - Arsenal mit Sieg-Hattrick

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Swansea konnte Manchester United Paroli bieten.

Berlin - Der FC Arsenal feiert mit Lukas Podolski den dritten Sieg in Serie. Die Gunners kommen besser in Schwung. Manchester City strapazierte hingegen erneut die Nerven seines Trainers, während ManU Federn ließ.

Nach dem dritten Liga-Sieg in Serie haben sich Lukas Podolski & Co einen freien Tag zu Weihnachten verdient. „Ja, natürlich“, sagte Trainer Arsene Wenger nach dem 1:0-Erfolg des FC Arsenal beim Tabellen-18. der Fußball-Premier-League, Wigan Athletic. Denn Podolski hatte Wort gehalten. „Viele Grüße aus dem Zug. Sind unterwegs nach Wigan, um 3 Punkte mitzunehmen“, hatte er vor der Partie im rund 300 Kilometer entfernten Wigan angekündigt.

Für Spitzenreiter Manchester United fiel der vorweihnachtliche Ausflug nicht ganz so gut aus. Die Mannschaft von Trainer Sir Alex Ferguson kam am Sonntag beim walisischen Vertreter Swansea City nicht über ein 1:1 (1:1) hinaus. Bei den Gastgebern musste der ehemalige Bundesliga-Profi Gerhard Tremmel seinen Posten im Tor wieder für den genesenen Stammkeeper Michel Vorm räumen. Beim United-Führungstreffer durch Patrice Evra (16.) konnte er nichts machen. In der Schlussphase hielt Vorm mit großartigen Paraden aber das Remis fest, nachdem Premier-League-Toptorschütze Miguel Michu im Liberty Stadium der Ausgleich (29.) gelungen war.

In der Tabelle büßte United zwei seiner sechs Punkte auf Verfolger Manchester City ein, führt aber immer noch mit vier Zählern. Dritter ist dann schon der FC Arsenal. Dank Mitspieler Mikael Arteta, der am Samstag in der 60. Minute einen Elfmeter zum achten Saisonsieg verwandelte, nahmen die Gunners mit Podolski bis zur 79. Minute im Angriff und Per Mertesacker in der Abwehr die Zähler mit nach London. Allerdings war die Strafstoß-Entscheidung nicht unumstritten, nachdem Arsenal-Profi Theo Walcott im Wigan-Strafraum zu Fall gekommen war.

„Wenn da überhaupt ein Kontakt war, möchte ich doch bezweifeln, dass er den Spieler zu Fall gebracht hat“, meinte Heim-Coach Roberto Martinez: „Der Spieler ist erfahren und er wusste, dass ein Elfmeter die Partie verändert.“ Walcott, den Wenger in die Sturmzentrale beordert hatte, habe den Unterschied ausgemacht, meinte der Arsenal-Coach: „Er hat den Strafstoß bekommen.“

30 Zähler haben die Londoner nun, die nach ihrem schwachen Saisonstart immer besser in Schuss kommen. Gerade zur rechten Zeit, wenn es im Februar/März in der Champions League gegen Podolskis Ex-Club FC Bayern geht. „Es ist gut, aber noch nicht gut genug“, kommentierte Coach Wenger die kleine Siegesserie: „Wir wollen mehr.“

Zumal drei weitere Teams mit Arsenal gleichaufliegen: Der FC Everton, Tottenham Hotspur und West Bromwich Albion haben ebenfalls nach 18 Spielen 30 Zähler.

Zwischen dem punktgleichen Quartett und Primus Manchester United lauert Titelverteidiger City. Coach Roberto Mancini musste aber länger um den 1:0-Sieg gegen Schlusslicht FC Reading zittern als ihm lieb war. Erst in der Nachspielzeit sorgte Gareth Barry (90.+2) für die Entscheidung. „Es ist wichtig, dass wir frühere Tore schießen - mein Herz ist nicht stark genug für diese späten Treffer“, sagte Mancini mit einem Lächeln.

Seine Mannschaft ist längst zum Last-Minute-Team avanciert: Schon zum vierten Mal in dieser Spielzeit gelang der Millionen-Truppe von Manchester City, zu der englischen Medienberichten zufolge von der nächsten Saison an womöglich auch der neue brasilianische Superstar Neymar gehören könnte, das Siegtor nach der 87. Spielminute. „Letztlich bin ich happy mit dem Sieg“, meinte Mancini.

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dpa

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