Arango: Dortmund wird Meister

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Juan Arango ist einer der Leader bei Borussia Mönchengladbach.

Mönchengladbach - Juan Arango ist einer der besten Mittelfeldspieler der Bundesliga. Im Titelkampf sieht der die Dortmunder vorne. Die Bayern hat er noch nicht ganz abgeschrieben.

Frage: „Juan Arango, Borussia Mönchengladbach hat nur eines der vergangenen fünf Spiele gewonnen. Geht Ihrer Mannschaft auf der Zielgeraden die Luft aus?“

Juan Arango: „Nein, diese Ergebnisse sind kein Zeichen von einem Leistungseinbruch. Von einem Tief kann nicht die Rede sein, nur weil wir zu Hause ein Spiel verloren haben. Übrigens, bis zu dem Spiel gegen Hoffenheim waren wir im Borussia-Park ungeschlagen. Und auch da haben wir ein ganz gutes Spiel gemacht, obwohl die Mannschaft nach dem DFB-Pokal-Halbfinale gegen Bayern so müde war.“

Frage: „Aber am Ende stimmen die Ergebnisse nicht?“

Arango: „Aber deswegen sollten wir die Situation nicht als eine schwierige Phase bezeichnen. Wenn man sich ansieht, wie wir Fußball spielen, dann kann man feststellen, dass unsere Qualität konstant geblieben ist. Gegen Bayern und gegen Hoffenheim hatten wir genug Chancen, um die Spiele auch zu gewinnen.“

Frage: „Aber die Spiele gingen verloren.“

Arango: „Keine Mannschaft kann alle Spiele gewinnen. Auch dann nicht, wenn sie es verdient hätte. So ist unser Sport. Für Borussia Mönchengladbach ist noch wichtiger zu wissen, dass unsere Saison sehr ausgeglichen ist, dass wir regelmäßig Punkte sammeln.“

Frage: „Die Borussia scheint einen Platz im internationalen Geschäft sicher zu haben. Stimmen Sie zu?“

Arango: „Nach den Spielen gegen Hannover, Hertha und Werder Bremen könnten wir ernsthaft darüber reden. Wenn wir bis dahin unseren Vorsprung halten, oder noch besser, ausbauen können, dann fangen wir an, uns mit Europa zu beschäftigen.“

Die Gewinner und Verlierer der Bundesliga-Hinrunde

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Frage: „Warum diese Zurückhaltung?“

Arango: „Weil die letzten vier Saisonspiele sehr schwer sein werden: das Derby gegen Köln, das Spiel in Dortmund, dann Augsburg und Mainz. Jeder unserer Gegner spielt eine Art Finale : Dortmund um die Meisterschaft, Köln, Augsburg und Mainz gegen den Abstieg.“

Frage:„Welches Ziel verfolgen Sie persönlich?“

Arango: „Wir wollen die direkte Qualifikation zur Champions League. Unser Ziel ist, den dritten Platz zurückzuerobern, und unser Gegner für den Rest der Saison heißt Schalke 04. So wie die Meisterschaft ein Kampf zwischen Dortmund und Bayern ist, so werden wir gegen Schalke um den dritten Platz kämpfen und am Ende hoffentlich die Oberhand behalten.“

Frage: Ist die Mannschaft reif für die Champions League?“

Arango: „Reif? Nein, Mönchengladbach ist seit Jahren ohne jegliche internationale Erfahrung. Wir werden Zeit brauchen, um uns zu akklimatisieren. Außerdem, und das ist vielleicht noch wichtiger für die Zukunft, muss der Kader mit erfahrenen und auch talentierten Spielern verstärkt werden. Ich denke, der Klub arbeitet schon daran.“

Frage: „Wie schwierig ist es für die Mannschaft, Spieler wie Marco Reus, Roman Neustädter und vielleicht Dante zu verlieren?“

Arango: „Nächste Saison werden wir wieder bei Null anfangen, wir verlieren wichtige Spieler. Zum Glück bleibt Marc-Andre ter Stegen bei uns! Er ist für mich der beste Torwart der Bundesliga. Wenn der Bundestrainer intelligent ist, muss er ter Stegen für die EM nominieren und ihn zum Turnier mitnehmen. Er hat es verdient.“

Frage: „Welche Rolle spielt Lucien Favre?“

Arango: „Über ihn muss ich gar nichts sagen, alles wäre überflüssig. Die Ergebnisse und unsere Saison sprechen eine eigene Sprache, da gibt es nicht viel zu ergänzen. Mit ihm hat sich alles in der Mannschaft verändert, die Mentalität, die Spielphilosophie, die Einstellung. Ich fühle mich sehr wohl bei der Zusammenarbeit mit ihm und bin der Meinung, dass Kontinuität und damit das Verbleiben des Trainers bei einem Klub wichtig ist.“

Frage: „Wer wird Meister?“

Arango: „Dortmund. Sie spielen sehr stark und zeigen bisher keine Schwäche. Aber Achtung! Falls sie sich einen Fehler erlauben, wird Bayern die Meisterschaft sehr spannend machen, auch wenn ich nicht glaube, dass es am Ende für sie reichen wird.“

SID

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