Anonma muss mit falschem Namen spielen

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Genoveva Anonma hat von der Passbehörde ein "n" zu viel bekommen

Augsburg - Der Star des Frauenfußballteams von Äquatorialguinea, Genoveva Anonma, hat die Verwirrung um seinen Namen aufgelöst. Jetzt muss Anonma mit falschem Namen spielen.

“Ich heiße Anonma“, stellte die 22-jährige Spielführerin des WM-Neulings nach der Auftaktpartie am Mittwoch gegen Norwegen (0:1) klar. Die Behörde in ihrer Heimat habe in ihrem neuen Pass den falschen Namen, nämlich Anonman, eingetragen, erklärte sie. Der Weltverband FIFA führt sie daher als Anonman, auf dem Trikot der Spielerin mit der Nummer 10 steht ebenfalls “ANONMAN“. Eine FIFA-Sprecherin sagte am Donnerstag der dpa, Grundlage für die FIFA-Kaderlisten sei der Name im Pass und da stehe nun einmal Anonman.

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Die “Süddeutsche Zeitung“ hatte in ihrer WM-Beilage bereits gewitzelt: Vielleicht wolle die FIFA mit dem Schwenk zum Namen Anonman ganz subtil in die Debatte um das Geschlecht der Spielerin eingreifen - damit sei doch alles klar: “A-non-man“ - also ein Nicht-Mann.

Zu Scherzen ist die Spielerin angesichts der öffentlich geäußerten Zweifel an ihrem Geschlecht jedoch kaum aufgelegt. Sie droht sogar mit juristischen Gegenmaßnahmen. Vor dem WM-Auftakt des Außenseiters hatte es unbewiesene Vorwürfe vor allem vom afrikanischen Rivalen Nigeria gegeben, Anonma sei keine Frau. Dies hat sie zurückgewiesen. Die Torjägerin wechselt zur neuen Saison vom USV Jena zum deutschen Meister Turbine Potsdam.

dpa

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