Von Geld angewiderter Profi beendet Karriere

Madrid - Angewidert vom „kapitalistischen Fußball-System“ hat der spanische Profi Javier Poves vom Erstligisten Sporting Gijon im Alter von nur 24 Jahren seine Karriere beendet.

„Je besser man den Fußball kennenlernt, desto klarer sieht man, dass sich alles nur ums Geld dreht. Das raubt dir alle Illusionen“, begründete der Abwehrspieler seine Entscheidung. Poves hatte erst in der vergangenen Saison sein Profi-Debüt gegeben.

Er wolle nicht mehr länger einem System angehören, „in dem die Leute so viel Geld verdienen, während in Südamerika, Afrika und Asien die Menschen sterben“. Zuvor hatte Poves es abgelehnt, von Sporting per Banküberweisung bezahlt zu werden, um Spekulationen über sein Einkommen zu verhindern. Zudem gab er ein Auto, das ihm der Klub zur Verfügung gestellt hatte, wieder zurück. „Es fühlte sich falsch an, zwei Wagen zu haben“, sagte er.

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Laut spanischen Medienberichten las Poves im Trainingslager Schriften von Karl Marx sowie „Mein Kampf“ von Adolf Hitler, politisch stehe er aber weder links noch rechts, betonte er: „Ich bin gegen das System.“ Künftig will sich Poves einem Geschichtsstudium widmen.

sid

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