48 000 Euro wegen Körperverletzung

Ex-Frankfurter Amanatidis tritt Frau - Strafe

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Iannis Amanatidis muss eine hohe Geldstrafe zahlen.

Frankfurt/Main - Iannis Amanatidis, Ex-Profi des von Eintracht Frankfurt, muss 48 000 Euro Geldstrafe zahlen, weil er eine Hundehalterin getreten hat.

Das Amtsgericht Frankfurt verurteilte den 31-jährigen am Freitag wegen Körperverletzung zu 60 Tagessätzen à 800 Euro.

Der Vorfall hatte sich im April 2011 in einer Frankfurter Grünanlage ereignet, wo der Fußballer und das spätere Opfer Hunde ausführten. Weil sich Amanatidis darüber ärgerte, dass die Frau ihre vier Terrier ohne Leine laufen ließ und die Vierbeiner deshalb ungehindert auf seinen Jagdhund losgehen konnten, gab es zunächst eine verbale Auseinandersetzung mit wechselseitigen Beleidigungen. Kurz darauf trat der Sportler der Frau nach Feststellung des Gerichts in den Bauch und gegen den Oberschenkel.

Amanatidis bestritt den Vorwurf. Er habe die Frau lediglich wegen der Hunde angeherrscht. Sein Verteidiger hatte Freispruch beantragt und will in Berufung gehen.

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Die Zeugin, die Amanatidis gar nicht kannte, machte auf das Gericht einen glaubwürdigen Eindruck: „Warum sollte sie sich eine solche Geschichte ausdenken“, fragte der Amtsrichter. Erst einige Tage später habe die Frau erfahren, dass der langhaarige Mann der Fußballspieler war.

Amanatidis war 2011 gegen eine Abfindung bei der Eintracht ausgeschieden, diese habe rund zwei Millionen Euro betragen, wie vor Gericht erörtert wurde. Diese Zahlung war auch ein Grund für die Höhe der Tagessätze.

dpa

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