Allofs-Nachfolge in Bremen: Macht's Schaaf?

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Thomas Schaaf.

Bremen - Auf der Suche nach einer Nachfolge-Regelung für den abgewanderten Geschäftsführer Klaus Allofs hat Präsident Klaus-Dieter Fischer bei Werder Bremen eine Teammanager-Lösung mit Trainer Thomas Schaaf ins Gespräch gebracht.

 „Wir haben uns natürlich viele Modelle bei anderen Klubs angeguckt - und da muss ma auch mal nach England schauen“, sagte Fischer im Interview mit der Kreiszeitung Syke in Bezug auf die im Fußball-Mutterland übliche Besetzung der Trainer- und Managerposten mit einer Person. Schaaf ginge nach dem Allofs-Wechsel zum Ligarivalen VfL Wolfsburg in der Vorwoche „positiv seinen Weg. Er hat das nach der ersten Trauer-Arbeit fantastisch gemacht“.

Werders zuletzt als Favorit auf die Allofs-Nachfolge gehandelten Ex-Profi Frank Baumann, der bereits als Assistent der Geschäftsführer bei den Hanseaten arbeitet, will Fischer bei der Neuverteilung der bisherigen Verantwortlichkeiten auf jeden Fall berücksichtigen: „Wir wünschen uns alle, dass Frank beim Neuaufbau eine wesentliche Rolle spielt.“

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Fischer, der 2014 aus der Geschäftsführung aussteigen und ein Jahr später auch sein Präsidenten-Amt zur Verfügung stellen will, fürchtet nach dem Allofs-Wechsel auch Wolfsburger Angebote für Bremer Spieler: „Man muss da realistisch sein. Allofs ist seit Mittwoch ein Konkurrent. Ich schließe das nicht aus, das ist Geschäft. Aber es würde dem moralischen Ansehen des Fußballs sicher nicht schaden, wenn es eine Schamfrist gibt, bevor man sich beim Ex-Klub bedient.“

Insgesamt zeigte sich Fischer von der Allofs-Entscheidung für den Nordrivalen enttäuscht: „Wir dachten, er ist ein Familienmitglied mit längerer Bindung. Dass wir es von Klaus erst erfahren haben, nachdem eine Zeitung darüber berichtet hatte, hat uns hart getroffen.“

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