Aachen übernimmt Betriebskosten

Alemannia bleibt am Tivoli - Stadt zahlt

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Bleibt die Heimat von Alemannia Aachen: Der 2009 eröffnete neue Tivoli.

Aachen - Der finanziell angeschlagene Drittligist Alemannia Aachen kann dank finanzieller Hilfe der Stadt weiter auf dem Tivoli spielen. Es geht um 1,5 Millionen Euro an Betriebskosten.

Die Stadt übernehme nach jetziger Kalkulation rund 1,5 Millionen Euro der Stadion-Betriebskosten für die nächste Saison, teilte der Grünen-Fraktionsgeschäftsführer Helmut Ludwig am Donnerstag den Beschluss des Aachener Stadtrates mit. Die Alemannia selbst könne nur rund 500 000 Euro aufbringen. Der Club hatte im November Insolvenzantrag gestellt.

Wenn der Tivoli gar nicht mehr genutzt würde, müsste die Stadt rund 500 000 Euro pro Jahr für den Stadion-Unterhalt zahlen. In einem Konzept sollen nun Möglichkeiten für andere Nutzungen aufgezeigt werden, die Einnahmen bringen.

Ex-Bundesligisten in den Amateurligen

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Im Moment ist der Drittligist noch Eigentümer der Arena. Das wird sich mit dem Insolvenzverfahren ändern. „Das heißt, es wird einen neuen Eigentümer geben, der dann auch für die Betriebskosten zuständig ist“, sagte Ludwig. Die Stadt zählt zu den Hauptgläubigern. Zusätzlich zu den Betriebskosten bringt die Stadt für Stadionkredite 360 000 Euro im Jahr auf. Der Ex-Bundesligist will seinen Spielbetrieb bis zum Saisonende aufrechterhalten, sich danach über das Insolvenzverfahren sanieren und in der Regionalliga neu starten.

dpa

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