Akustik-Attacke: DFB ermittelt gegen TSG  

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Wurden in Sinsheim mit Hochfrequenz-Tönen attackiert: Die BVB-Fans

Frankfurt/Main - Nachdem ein Stadion-Mitarbeiter den BVB-Fanblock eigenmächtig mit Hochfrequenz-Tönen attackiert hat, ermittelt der DFB-Kontrollausschuss gegen die TSG Hoffenheim.

Während der Kontrollauschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) wegen der Lärmattacke beim Bundesligaspiel zwischen 1899 Hoffenheim und Borussia Dortmund „Vorermittlungen“ einleitete, stapelten sich bei der Polizei Anzeigen der Dortmunder Fans. 1899-Mäzen Dietmar Hopp kann die ganze Aufregung jedoch nicht nachvollziehen. „Wenn die BVB-Fans Anzeige erstatten, dann müsste ich 200 Anzeigen wegen Beleidigung erstatten“, sagte Hopp der Rhein-Neckar-Zeitung.

Der 71-Jährige untermauerte zudem, dass die gezielten Störgeräusche bei den Dortmunder Anti-Hopp-Gesängen „eigenmächtig“ zum Einsatz gekommen seien. „Es wäre grotesk, wenn wir versuchen würden, die beleidigenden Fan-Gesänge auf diese Weise zu bekämpfen, weil dadurch das Klima noch mehr angeheizt würde. Uns ist wichtig, dass Hoffenheim zu den Bundesliga-Vereinen ein gutes Verhältnis hat, das durch eine Minderheit nicht gestört werden darf“, sagte Hopp.

Dennoch gerieten die Kraichgauer auch am Dienstag weiter unter Druck. Der DFB-Kontrollausschuss unter dem Vorsitzenden Anton Nachreiner forderte von den Hoffenheimern eine offizielle Stellungnahme. „Im Moment laufen Vorermittlungen, um den genauen Sachverhalt zu klären. Danach wird entschieden, ob vom Kontrollausschuss ein Verfahren eingeleitet wird“, sagte DFB-Mediendirektor Ralf Köttker. Derzeit deutet alles auf eine Geldstrafe hin.

Bereits am Montagabend war von 1899 ein Hausmeister ausfindig gemacht worden, der die „Beschallungs-Anlage“ installiert und bedient hatte. Damit sollten die Schmährufe der Dortmunder Fans gegen Hopp übertönt werden. Dem Mitarbeiter drohen juristische Konsequenzen: Nachdem ein BVB-Anhänger aus Pforzheim, der einen Tinnitus erlitten haben soll, am Montag wegen Körperverletzung Anzeige erstattet hatte, sind mindestens zehn weitere Strafanzeigen bei der Polizei in Heidelberg eingegangen. Die Polizei rechnet mit weiteren Anzeigen. Zudem meldete sich am Dienstag ein weiterer 1899-Mitarbeiter bei der Polizei, der offenbar an der an der Installation der Lautsprecher beteiligt war.

„Wir werden nun die Geschädigten und die genannten Verursacher vernehmen. Die Anzeigen richten sich gegen 1899 Hoffenheim. Aber dadurch, dass der Verein mitgeteilt hat, dass die Person eigenverantwortlich gehandelt hat, wird sich die Untersuchung auf ihn konzentrieren“, sagte Heidelbergs Polizeisprecher Harald Kurzer dem Sport-Informations-Dienst (SID). Am Dienstag übergab der Hausmeister der Polizei die Schall-Anlage. Vom Klub droht dem Verursacher eine Abmahnung. Zumindest schlossen die Dortmunder ihrerseits aus, Protest gegen die Spielwertung einzulegen.

Das Gerät ist beim Sieg gegen Dortmund allerdings nicht zum ersten Mal eingesetzt worden. Die Konstruktion wurde nach Angaben der Hoffenheimer auch in der vergangenen Saison bei den Heimspiele gegen Dortmund, Mainz, Köln und Frankfurt aufgebaut und zuweilen verwendet. In diesen Fällen hatte sich aber niemand bei der Polizei gemeldet.

sid

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