Ärger um HSV-Transfer

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Milan Ba delj (l.) mit Frank Arnesen und Petr Jiracek

Hamburg - Ärger um eine Wechsel-Abwicklung: Der Transfer des Kroaten Milan Badelj hat möglicherweise ein Nachspiel für den Hamburger SV.

Wie die „Sport Bild“ am Mittwoch berichtete, hat der Deutsche Fußball-Bund (DFB) eine von der Deutschen Fußballspieler-Vermittler Vereinigung (DFVV) erstattete Anzeige an den Weltverband FIFA weitergeleitet. Zu den Gesprächen zur Verpflichtung des Nationalspielers soll ein nicht lizenzierter Berater hinzugezogen worden sein.

„Laut Artikel 32, Absatz 2 des FIFA-Spielervermittler-Reglements ist bei internationalen Transfers die FIFA zuständig. Wir haben den Vorgang daher der FIFA vorgelegt“, bestätigte der für Recht zuständige DFB-Vizepräsident Rainer Koch dem Fachmagazin. Die FIFA bestätigte am Mittwochnachmittag der Nachrichtenagentur dpa den Eingang des Schreibens. Inhaltlich wollte man sich nicht dazu äußern.

HSV-Sportdirektor Frank Arnesen soll bei den Transferverhandlungen zwei weitere Spielerberater neben dem eigentlichen Badelj-Vertreter hinzugezogen haben, die ebenfalls bezahlt werden mussten. Angeblich in sechsstelliger Höhe. Einer dieser Berater soll keine Lizenz haben. Für den kroatischen Mittelfeldakteur Badelj soll der HSV 3,5 Millionen Euro bezahlt haben. „Wir haben noch nichts gehört von der FIFA“, sagte HSV-Mediendirektor Jörn Wolf auf Anfrage.

Nach dem Vorwurf, der Wechsel sei zu teuer gewesen, hatte sich der Club-Aufsichtsrat mit dem Fall beschäftigt. Das Gremium hatte jedoch nach eingehenden Beratungen keinerlei Anhaltspunkte dafür gefunden.

dpa

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