Ärger um Biographie: Ibrahimovic droht Guardiola

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Zlatan Ibrahimovic und Trainer Josep Guardiola.

Barcelona - Es ist nicht das erste Buch von Fußballspielern, die ihre Trainer kritisieren. Neu jedoch, ist die Brutalität, die Ibrahimovic seinem Ex-Trainer Guardiola entgegensetzt. Auch andere bekommen ihr Fett weg:

Schon vor ihrem Erscheinen sorgt die Autobiografie des schwedischen Fußball-Stars Zlatan Ibrahimovic für Aufregung in seinem Heimatland und in Spanien. Der 30 Jahre alte Stürmer greift in seinem Buch, aus dem zwei schwedische Boulevard-Zeitungen vorab Auszüge veröffentlichten, seinen Ex-Trainer beim FC Barcelona, Josep Guardiola, scharf an und geht auch mit dem früheren schwedischen Nationalcoach Lars Lagerbäck hart ins Gericht.

Anstoß erregte vor allem die von Ibrahimovic mit Hilfe seines Co-Autors David Lagercrantz verwendete Wortwahl. Demnach beschimpfte der Schwede Guardiola auf das Übelste, nachdem ihn der Coach in einem Match nur für die letzten fünf Minuten eingewechselt hatte.

Barcelona-Vizepräsident Carles Villarubi reagierte am Freitag verärgert auf die Vorab-Veröffentlichung. Er behauptete, Ibrahimovic habe im Sommer 2010 versucht, die Vereinsleitung unter Druck zu setzen, damit er Barcelona vorzeitig verlassen könne. Dabei habe dieser auch damit gedroht, Guardiola vor laufenden Kameras zu schlagen. “Ich kann euch versichern, dass dieser Spieler kein Intellektueller ist. Und sein Vertreter ebenso wenig“, kommentierte Villarubi das Verhalten von Ibrahimovic, der zur Zeit beim AC Mailand unter Vertrag steht.

Lagerbäck warf Ibrahimovic vor, keine Führungsqualitäten zu haben und feige gewesen zu sein, als er 2006 nach einer durchzechten Nacht in Göteborg gemeinsam mit zwei weiteren Teamkollegen vor einem Länderspiel gegen Liechtenstein aus dem Team geworfen wurde.

dpa

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