Adler: "Fühle mich fit wie noch nie"

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Rene Adler (r) hilft Kevin Freiberger vom VfL Bochum II wieder auf die Beine

Leverkusen - Fast elf Monate nach seinem letzten Bundesligaspiel für Bayer Leverkusen stand Rene Adler wieder im Tor - allerdings nur in der Regionalliga-Elf. Der Keeper spricht auch über die Hängepartie bei seinem Wechsel.

Das Comeback war für Rene Adler nur eine Zwischenstation. Seinen ersten Einsatz nach elfmonatiger Zwangspause in Bayer Leverkusens viertklassiger Reserve in der Regionalliga und die 1:3-Heimniederlage gegen VfL Bochum II hakte der frühere Fußball-Nationaltorwart schnell ab und unterstrich zugleich seine Erstliga-Ambitionen.

„Ich fühle mich so fit wie noch nie. Ich gehe schon davon aus, dass ich schnell wieder auf der Bank sitze. Wir haben wichtige Wochen vor uns, und natürlich möchte ich der Mannschaft jetzt auch helfen. Ich stelle keine Ansprüche, aber ich habe mir für das Wochenende nichts vorgenommen“, sagte der 27-Jährige nach seinem Auftritt unter den Augen von Bayers neuem Interims-Teamchef Sami Hyypiä und Trainer Sascha Lewandowski mit Blick auf Leverkusens Punktspiel am Ostersonntag (17.30 Uhr/Sky und Liga total!) beim Hamburger SV.

Ausgerechnet beim HSV. Denn Adlers seit Monaten laufende Gespräche mit den Hanseaten über einen Wechsel an die Alster zur neuen Saison sind momentan die zweite große Baustelle des Schlussmannes. Schien der Transfer nach Ablauf seines Vertrages am Saisonende Anfang März schon nur noch eine Frage von Tagen zu sein, lässt die Einigung nun schon vergleichsweise lange auf sich warten.

Unvergessene Torwart-Legenden

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„Wir sind in Verhandlungen. Das ist auch nicht gepokert. So ein Wechsel muss auch durch viele Gremien. Ich denke, dass in der nächsten Zeit ein wenig Klarheit kommt“, demonstrierte Adler in dieser Frage Gelassenheit.

Sportlich jedenfalls befindet sich der gebürtige Leipziger auf einem guten Weg. In seinem ersten Spiel nach der Patellasehnen-OP im vergangenen Juli strahlte der Keeper trotz der fehlenden Spielpraxis viel Ruhe auf seine jungen Abwehrspieler aus, als hätte die Verletzungspause nie stattgefunden. Routiniert dirigierte Adler gegen Bochum seine Vorderleute und bewies als mitspielender Torwart mit so manch klugen Pass gute Übersicht.

Die Niederlage war für Adler letztlich nachrangig. „Wichtig für mich war, wieder mit den Bewegungsabläufen in einer Spielsituation konfrontiert zu werden. Es macht einfach Spaß“, beschrieb der Torhüter den Stellenwert der Begegnung aus seiner Sicht.

Adlers gute Verfassung war auch den aufmerksamen Beobachtern am Spielfeldrand nicht entgangen. Lewandowski jedenfalls hielt eine Nominierung von Bayers früherer Nummer eins für den Auftritt in Hamburg durchaus für möglich: „Ausgeschlossen ist das nicht.“

Gut möglich also, dass Adler auf seinem Weg zurück zwischen die Bundesliga-Pfosten bald schon die nächste Zwischenstation erreicht.

sid

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